Viel zu spät schlafen gegangen, viel zu früh wieder aufgewacht: so geht es einem auf Konzertreise.
Die nächste Veranstaltung, die Coppelikalypse-Party, fand statt in Witten. Viele sind aus Gelsenkirchen nach Witten weitergereist um diesen letzten Abend vor dem Weltuntergang zusammen zu feiern. Für alle die noch keine Endzeitklamotten hatten, begann der Abend mit einem ‘Wreck-My-Dress’-Workshop. Dazu gab es eine Kleidertausch-Ecke, Chlor, Acrylfarbe, Schere und mehr und man sah die Outfits mit jeder Stunde wachsen! Die Bastelecke wurde noch den ganzen Abend benutzt. Auch jetzt, am letzten vor-coppelikalyptischen Tag, konnte man sich abbilden lassen auf Polaroid mit Krakententakel oder einer abgerissenen Hand. Pass auf, die können gefährlich sein!
Dann kamen Kyoll auf die Bühne. Ab den ersten bis zum letzten Song hüpfte das Publikum begeistert herum. Das wird wohl die Wadenschmerzen erklären. Als der letzte Ton verklungen war und die Leute sich ein bisschen Luft holten, wurden Musikinstrumente auf der Bühne bereitgestellt, denn es war noch nicht vorbei: es würde noch eine ‘Open Stage’ geben! Einige anwesende coppelianische Herren betraten die Bühne für eine interaktive Jam Session mit dem Publikum, wobei auch das Seidenhöslein gesungen wurde, eine GCSG-Version vom Heidenröslein. Nachdem auch Leute aus dem Publikum und Feline & Strange noch einen Beitrag geleistet hatten, war es dann Schluss mit Musik auf der Bühne und wurden Platten aufgelegt und getanzt!
Auf dem Heimweg kam es dann zu philosophischen Gedanken: wollten einige Leute nicht dass der Tag endet und haben sie deswegen das Auto außer Funktion gesetzt, damit wir lange gemeinsam auf der ADAC warten mussten, oder war das schon der Anfang vom Ende? Wer weiß? Es erklärt aber warum ich so spät aufgewacht bin. Jetzt, da die Kriegsbemalungen verschwunden sind, kommen die Fragen. Wer sagt mir jetzt in welcher Welt wir jetzt leben? Ist das nun die post-coppalikalyptische Zeit? Hmmm, ein Test weist aus, dass die CDs mit Coppelius-Musik noch funktionieren: einige Überreste aus der vor-coppelikalyptischen Zeit. Die Fanatiker müssen einfach zusammenhalten, weiter Mumpitz treiben, damit das Warten sich erträglicher anfühlt. Irgendwann wird es bestimmt wieder etwas Coppelianisches geben. Oder?
Ein großes Dankeschön an die Orga-Leute, die das Wochenende (Dernierenparty und Coppelikalypse) ermöglicht haben: Sonja/Larissa/K von Koriolis/Clara/Tobias/Marion/die Bands/die Locations/und allen die ich vergessen habe.
Miri von Freiberg