1815. Herrensitz Coppelius.

Alchemisten, Akustiker und Astrologen arbeiten im Auftrag der Herren Coppelius an einem Verfahren, um die akustischen Instrumente Cello, Contrabass und Clarinetti auf unerhörte Lautstärke zu verstärken: Die galvanische Amplifikation! Die Rockgeschichte hat begonnen.

2015. Herrensitz Coppelius. Die Hertzmaschine ist fertiggestellt!

Akustisches Instrumentarium entfaltet sich zu dröhnendem Klanggewitter: Das Cello röhrt, der Bass knarzt, die Klarinetten schneiden sich durch Schlagzeug und Gesang. Gitarristen packen beschämt ihre Verstärker ein. Gaslichtromantiker, Steampunker und Liebhaber von handgemachter Musik - Coppelius sind zurück, lauter denn je!

Jubliläumskonzertfeierlichkeiten zu 200 Jahren galvanischer Amplifikation:

Die Hertzmaschine läuft an, die Herren Coppelius bereisen wieder den Kontinent.

Mit Kraft und Musizierfreude, gänzlich verzichtend auf hinter der Bühne versteckte Grammophone, -ja wirklich, komplett live, ohne Playbacks, ohne Einspieler- dafür mit dem unbändigen Willen, dem hochgeschätzten Auditorium den Vorteil akustischen Instrumentariums vorzuexerzieren. Jedes Konzert von Coppelius ist anders, jedes ist einzigartig, nie weiß man vorher, was geschehen wird. Doch sehen Sie sich vor: Wenn Gehrock und Zylinder fallen, kommt 200 Jahre aufgestaute Hysterie zutage!

Sonntag, 28. August 2016

Coppelius beim "Rock im Hinterland 2016"

Auf nach Obrigheim!
Nach ca. eineinhalbstündiger Fahrt werde ich bei Obrigheim von Plakaten des Festivals begrüßt, auf die mit Neon - Sprühfarbe Pfeile aufgesprüht wurden. Diesen Wegweisern folgend, fahre ich durch einen steinernen Torbogen in den Ort Obrigheim. Mein erster Gedanke: hoffentlich kommen die Bands nicht mit Nightlinern, das könnte eng werden. Die Straße führt mitten durch eine Hochzeitsgesellschaft. Nur langsam komme ich voran, es ist eng und überall sind Menschen. Mein Ziel ist der örtliche Sportplatz. Nachdem ich mir meinen Weg durch den Ort gebahnt habe, finde ich einen Parkplatz auf dem Acker direkt vor dem Festivalgelände. Bei meiner Ankunft ist die Feuerwehr gerade dabei die Besucher abzukühlen; mithilfe der Feuerwehrschläuche.

Manch einer greift zum letzen Mittel - der Wasserpistole!

Bei meiner Runde über das Gelände Mittags um ca 15:00 Uhr haben sich fast alle Besucher in schattige Plätze zurückgezogen und tun - nichts.
Es ist viel zu warm!





Einzig der Feuerwehrschlauch, der ab und zu eine Fontäne Wasser über das Gelände sprüht, kann uns dazu veranlassen, uns zu bewegen. 
Ein solches Festival habe ich zuvor noch nicht besucht. Mittags gibt es neben den "Highland Games" auch eine kleine Show zur Kinderbelustigung und eine Art Rutschbahn. Man kann mit Hilfe von Kisten über ein Förderband mit Rollen rutschen. 


So vertreibt man sich die Zeit und wartet auf den Auftritt der Herren von Coppelius. 
Um 21:15 Uhr stehen sie dann endlich auf der Bühne. Der Festivalplatz hat sich mittlerweile ordentlich gefüllt, die Temperaturen sind merklich angenehmer als noch ein paar Stunden zuvor - wir sind bereit! 
Mit "Bitten, Danken, Petitieren" eröffnen Coppelius das Konzert und es wird ordentlich gerockt! Das Auditorium ist hellwach, etwas betrunken aber angemessen begeistert. Die allgemeine "bloß nicht bewegen" Stimmung vom Mittag ist wie weggeblasen, vom dröhnenden Bass vertrieben.


Auch den Herren ist warm, aber Butler Bastille ist schon zur Stelle.


Da Bastille "ungewohnter Weise" keine Ansagen vorbereitet hat, beschließt er stattdessen, die Herren Witze erzählen zu lassen; mit eher mäßigem Erfolg. 
Des Comtes Beitrag: "Kommt ein Klarinettist zur Bandprobe."
Herr Sissy Voss gibt sich besonders große Mühe das Auditorium zu begeistern. Wer Herrn Voss kennt kann sich sicher denken warum ich darauf verzichte seine Erzählung hier schriftlich wieder zu geben. 


Es war wie immer ein großes Vergnügen die Herren live zu erleben. Eineinhalb Stunden dauerte der Auftritt, was deutlich länger als die bei Festivals übliche eine Stunde ist. Wer die Fahrt ins Hinterland auf sich genommen und in der Hitze ausgeharrt hat, kam also am Ende voll auf seine Kosten. 








Wir danken Coppelius für diesen grandiosen Abschluss der coppelianischen Festival - Saison und freuen uns bereits auf die bald anstehenden Clubkonzerte. 




Kommen Sie zahlreich - Coppelius Hilft!!


Dienstag, 9. August 2016

Coppelius auf dem Castlefest 2016

Lekker Muziek!

Mit diesen Worten kündigte der Morderator am Donnerstag Coppelius an und er sollte dem Auditorium nicht zu viel versprechen.
Mit "Bitten, Danken, Petitieren" eröffneten Coppelius das Castlefest 2016.
Anschließend begrüßte Bastille die Menge in seinem besten English.
"Hello crazy people, hello businessmen,.."

Bastille - Luftschiffharpunist

Da der Auftritt bereits 15 Minuten nach Einlass begann, waren zunächst noch nicht allzu viele Besucher vor der Bühne, doch schon nach den ersten Tönen füllte sich der Platz sichtbar und es wurde standesgemäß gerockt. Man merkte, dass Coppelius nicht zum ersten Mal in den Niederlanden waren, denn bei vielen Besuchern konnte man coppelianische Fanausrüstung entdecken.
Die Haare flogen, die Seifenblasen blubberten und Le Comte Caspar ließ es sich nicht nehmen die Bühne zu verlassen und inmitten des Auditoriums zu spielen.


Bei Butler Bastille wurden bei diesem Auftritt geheime Botschaften auf den Schuhen entdeckt.
Es gelang uns diese zu dokumentieren, sodass wir Ihnen nicht vorenthalten möchten, was uns der Butler zu sagen hat.



Wir sind uns nicht sicher wie wir auf die Botschaften reagieren sollen und sind zu dem Schluss gekommen: so lange er nicht HELFT MIR schreibt ist alles in Ordnung.


Die Stunde flog nur so dahin und viel zu schnell mussten wir uns von den geliebten coppelianischen Klängen verabschieden. Ein letztes DA CAPO, dann kam der Moderator bereits auf die Bühne, um den Umbau für die nächste Band einzuleiten. Er wurde noch kurz von Bastille vertröstet, der es sich natürlich nicht nehmen ließ uns noch zwei letzte Worte mit auf den Weg zu geben.
Coppelius Hilft!!

Dieser äußerst gelungene Auftritt machte Lust auf mehr - MEHR!!
Und wir sollten mehr bekommen. Schon am nächsten Tag würden Coppelius erneut die Bühne rocken. Ein gänzlich anderes Programm versprach Bastille, wir sind gespannt.
Glücklich, erschöpft und in dem Wissen, dass der coppelianische Spaß erst begonnen hatte, machten wir uns auf den Rest des Festivals zu erkunden.


Das Castlefest unterscheidet sich sehr von allen Festivals, die ich bisher besucht habe. Die Stimmung ist entspannt, man genießt das Ambiente, das gesamte Gelände ist liebevoll dekoriert und die Menschen sind freundlich, egal welche Sprache man spricht.


Französich, English, Niederländisch, Deutsch, hier ist alles vertreten und jeder, den man fragt wie das Festival gefällt, antwortet: es ist total relaxed hier. Die Bands treten meist an mehrere Tagen auf, sodass genug Zeit bleibt das Gelände und den riesigen Markt zu erkunden, ohne ständig auf die Uhr zu schauen um zur nächsten Band zu hetzen. Es gab dieses Jahr 3 verschiedene Bühnen, auf denen teils zeitgleich gespielt wurde.


Wir schlenderten also gemütlich über das Gelände, das Abends wunderschön beleuchtet wird und freuten uns auf den nächsten Auftritt von Coppelius.
Am nächsten Abend war es dann soweit.


Mit "Transylvania" betraten die Herren die Bühne, gefolgt von "To my Creator".
Bastille führte das Auditorium erneut auf English durchs Programm, was zur allgemeinen Erheiterung beitrug. So haben wir z.B. gelernt, das "Ruhe Bitte" auf English "Shut up" heißt, sehr interessant.
Für die Niederländer war es sicher nicht immer  einfach den deutschen Texten zu folgen, doch auch hierfür hatte Bastille eine treffliche Lösung: "If you understand German - enjoy! If you don't understand German - enjoy!"


Gut gelaunt rockten die Herren mit uns die zweite Stunde für dieses Festival. So etwas erlebt man wirklich nur selten. Die Setlist war abwechslungsreich und wie versprochen gänzlich anders als am Vortag, sodass insgesamt fast so viele Titel zu hören waren, wie man sonst nur bei den Clubkonzerten erlebt. 
"Contenance", wie üblich gefolgt von "Killers" bildeten den Abschluss des Auftritts. 


Die "Crazy People" sagen DANKE für dieses wunderschöne Wochenende. Zwei Tage lang durften wir mit den Herren rocken, um danach noch zwei weitere entspannte Tage auf dem Gelände zu verbringen. Das ist das erste mal, dass ich nach einem Festival erholt nach Hause komme, obwohl ich ordentlich gefeiert habe. Faszinierend. 


Auch am Samstag und Sonntag mussten wir nicht gänzlich auf die Herren verzichten. Immer wieder wurde der Auftritt auf den Bildschirmen neben der Hauptbühne noch einmal gezeigt und Sonntags wurden wir beim Betreten des Geländes mit dem "Luftschiffharpunist" aus Lautsprechern begrüßt.
Man könnte meinen den Veranstaltern gefällt Coppelius ^_^


                                                                                  Bericht und Fotos von Colophonius Regenschein.

Weitere Bilder finden sie hier:

https://www.facebook.com/colophonius.regenschein

https://www.facebook.com/colophonius.regenschein.

Setlist Donnerstag:
Bitten Danken Petitieren
Luftschiffharpunist
I Get Used To It
Rightful King
Locked Out
Diener 5er Herren
Phantom Of The Opera
Reichtum
I'd change everything
Gumbagobanga
Ein Experiment
Handschuh

Operation
Risiko

Setlist Freitag:
Transylvania
To My Creator
Schöne Augen
Mitten ins Herz
Urinstinkt
zu Dir
Charlotte the Harlot
1916
Running Free
Moor
Escapade 1
Habgier

Contenance
Killers