1815. Herrensitz Coppelius.

Alchemisten, Akustiker und Astrologen arbeiten im Auftrag der Herren Coppelius an einem Verfahren, um die akustischen Instrumente Cello, Contrabass und Clarinetti auf unerhörte Lautstärke zu verstärken: Die galvanische Amplifikation! Die Rockgeschichte hat begonnen.

2015. Herrensitz Coppelius. Die Hertzmaschine ist fertiggestellt!

Akustisches Instrumentarium entfaltet sich zu dröhnendem Klanggewitter: Das Cello röhrt, der Bass knarzt, die Klarinetten schneiden sich durch Schlagzeug und Gesang. Gitarristen packen beschämt ihre Verstärker ein. Gaslichtromantiker, Steampunker und Liebhaber von handgemachter Musik - Coppelius sind zurück, lauter denn je!

Jubliläumskonzertfeierlichkeiten zu 200 Jahren galvanischer Amplifikation:

Die Hertzmaschine läuft an, die Herren Coppelius bereisen wieder den Kontinent.

Mit Kraft und Musizierfreude, gänzlich verzichtend auf hinter der Bühne versteckte Grammophone, -ja wirklich, komplett live, ohne Playbacks, ohne Einspieler- dafür mit dem unbändigen Willen, dem hochgeschätzten Auditorium den Vorteil akustischen Instrumentariums vorzuexerzieren. Jedes Konzert von Coppelius ist anders, jedes ist einzigartig, nie weiß man vorher, was geschehen wird. Doch sehen Sie sich vor: Wenn Gehrock und Zylinder fallen, kommt 200 Jahre aufgestaute Hysterie zutage!

Montag, 30. März 2015

Neue Erkenntnisse zur Maschine des Professors veröffentlicht!

Längst vergessen geglaubte Dokumente aus dem Mumpitz Archiv berichten über die Maschine. Der Name der Maschine lautet Sinus di Tempore. Sie ist seit über 100 Jahren funktionsfähig, hat immer wieder mit galvanischen Fehlfunktionen und Überhitzung zu kämpfen, was auch der Grund ist, dass sie nicht als ungefährlich eingestuft werden kann.


Folgende Dokumente konnten aus den Archiven geborgen werden:

Winter 1889: Sinus war funktionsfähig, überhitzte aufgrund des Laborunglückes jedoch und lief auf ständiger Hochleistung. Um die überschüssige Energie zu verwerten, sprintete er durchs Land und verursachte dabei eine Schneise der Verwüstung. Am Tag des Laborunglückes trafen er und Colophonius Regenschein im nahegelegenen Wald aufeinander und schlossen Freundschaft. Dies war Sinus' inoffizieller Beitritt zur Konfetti Kompanie.

1889 – 1900: Sinus besuchte das Staatliche Gymnasium für Überhitzungsvermeidung in London, nachdem Colophonius ihm dieses dringlichst empfohlen hatte. Die Maschine musste lernen, ihre Kräfte zu zügeln beziehungsweise diese in ausreichendem Maße durch entsprechende Techniken abzubauen. Die industrielle Revolution hatte zur Produktion zahlreicher moderner Maschinen geführt, doch keine kam Sinus in seinen menschlichen Zügen gleich. Sinus verließ das Gymnasium mit einem Abschluss von 4,5 – die Überhitzung zu kontrollieren, gelang ihm selten.

1890: DerProfessor spürte Sinus auf. Er sah es als selbstverständlich an,dass die Maschine ihm ins Labor folgen würde. Dass Sinus sichverweigerte, erboste den Professor so sehr, dass er keinen anderenAusweg sah als seine Kreatur erst zu bedrohen und sie dannanzuflehen; schließlich wusste er um deren Kraft. Seine Versucheblieben fruchtlos, sodass er wieder abreiste und neue Pläneschmiedete, Sinus zurückzuholen.

1899: Bei einer Auseinandersetzung in einem Londoner Salon ging Sinus' Hinterteil in Flammen auf, nachdem ein französischer Adliger ihn beleidigte. Glücklicherweise war Colophonius umgehend zur Stelle; nachdem er sein Gelächter unterdrückt hatte, löschte er den Brand. Es folgten Modifikationen an Sinus' äußerer Verkleidung – der unliebsame Cello-Körper jedoch blieb. Im selben Jahr nahm der Professor erneut Kontakt auf und erfuhr im selben Zuge von dem unbefriedigenden Schulabschluss seiner Schöpfung. Erneut suchte er das Gespräch mit Sinus; dabei redete er ihm ein, zurück ins Labor zu kehren sei für ihn die einzige Möglichkeit, das ungezügelte Temperament jemals unter Kontrolle zu bekommen. Sinus erboste sich darüber so sehr, dass sein Uhrwerk heiß lief und der Professor einer Salve glühender Zahnräder ausweichen musste. Entsetzt von diesem Ereignis gab er die Maschine schließlich auf.

1900: Colophonius und Sinus reisen nach Hamburg. Ein Luftschiffkapitän hatte einen Aufruf über die Ländergrenzen hinaus gesandt, da er eine Crew für seine Flotte brauchte, die sich auf die Jagd nach einem immer größer werdenden Problem machen sollte: die Wolkenkraken. Man heuerte die beiden an, doch verließ die Flotte niemals ihren Hafen; Sinus entfachte versehentlich einen Brand, welcher alle Luftschiffe der Flagge verschlang. Er und Colophonius verloren sich bei der Katastrophe und glaubten, der andere sei ums Leben gekommen.
1975: Nach 5 Jahren auf den New Yorker Straßen bot ihm ein Geschäftsmann aus Ägypten eine Position in seinem Unternehmen an. Sinus reiste mit ihm nach Kairo, wo er sich eine Erneuerung seiner Hardware erhoffte. Diese blieb aus, sodass Sinus immer schlechter funktionierte und sein Ende kommen sah. Als er sich eines Tages zu den Pyramiden begab, um sich dort zur letzten Ruhe zu betten, traf er seinen totgeglaubten Freund Colophonius, der in der ägyptischen Mythologie nach einer Spur des Wolkenkrakenursprungs suchte und Forschungsarbeiten betrieb. Colophonius erkannte das Problem umgehend und verchromte Sinus in einem komplizierten Verfahren, sodass dieser wieder vollkommen funktionsfähig, wenn auch ein wenig veraltet in seiner Mechanik war.
Danach bereisten Colophonius und Sinus gemeinsam die Welt, um Rekruten für die Konfetti Kompanie anzuwerben und neue Technologien für die Konfetti-Kriegsführung zu entwickeln.

Colophonius Regenschein wurde aufgrund der Untersuchungsergebnisse eingehend befragt. Er versicherte uns, dass von Sinus keinerlei Gefahr ausgehe. Eine eher zweifelhafte Aussage, wenn man an die verunglückten Luftschiffe denkt. Wir raten daher jedem, der dieser Maschine begegnet zur Vorsicht.



Sonntag, 29. März 2015

Ein Experiment - Eine Explosion - Die Maschine lebt!

Wie auf dem neuen Tonträger von Coppelius zu hören, hat der Professor an einer Maschine gebaut, die "die ganze Welt regieren" sollte. Das Lied endet ziemlich abrupt mit einer Explosion. Was uns der Professor nicht erzählt hat: Die Maschine lebt und! - sie ist auf freiem Fuß!
Warum ist die Maschine aus dem Labor geflüchtet, als es zur Explosion kam und was hat sie nun vor? Ist sie Gefährlich? Will sie sich nicht dem Willen ihres Schöpfers beugen oder handelt es sich um eine schlichte Fehlfunktion? Sie ist auf jeden Fall stark. Sie hat bei ihrem Weg durch ein Waldstück eine Schneise der Verwüstung hinterlassen und sogar Bäume entwurzelt. Der Professor hat sich bereiterklärt ein Phantombild zu erstellen um die Bevölkerung zu warnen.
Sollten Sie die Maschine sehen, benachrichtigen Sie umgehend die Mumpitz Zentrale!




Donnerstag, 26. März 2015

Konfetti Kompanie - Ein Aufruf an alle Mitglieder

Ihr Kompanie Mitglieder dort draußen, euer Einsatz ist gefragt! Wir haben bisher niemanden offiziell in die Kompanie aufgenommen, wir mussten uns in acht nehmen, denn die Konfetti Gegner sind überall. Sie fürchten sich vor Unvernunft und Chaos, Konfetti ist, wenn man es erst einmal abgefeuert oder geworfen hat überall, es verfolgt einen über Jahre. Ich sage das ist eine der besten Eigenschaften von Konfetti! Ich selbst habe erst vor kurzem einen Konfettischnipsel in meiner Tasche gefunden. Ich werde ihn nicht wegwerfen! Er erinnert mich an einen herrlichen Abend unter Freunden und mit guter Musik. Seifenblasen platzen innerhalb kürzester Zeit, Konfetti taucht nach langer Zeit wieder auf ganz unvermittelt und es ist nicht irgendein Konfetti, es ist DAS Konfetti das damals geworfen wurde und es war die ganze Zeit bei dir. Konfetti verlässt dich nicht. Es schenkt dir einen wunderschönen Moment der Freiheit, in der du die Vernunft fahren lassen und einfach den Augenblick genießen kannst. Schau in die Gesichter der Umstehenden, wenn das Konfetti langsam zu Boden fällt. Sieh wie sie staunen. Wir benutzen nicht jeden Tag Konfetti, aber wenn wir es benutzen macht es eine schöne Erinnerung unvergesslich. Haben Sie auch einen Konfettischnipsel gefunden? Dann gehören Sie zur Kompanie! Haben Sie keinen Konfetti in ihrer Tasche oder ihrer Hutkrempe? Dann nutzen Sie die Gelegenheit und werden Sie Teil der Konfetti Kompanie. Kompanie Mitglieder sind überall, auch wenn sie es nicht immer gleich zugeben. Sie erkennen sie am Funkeln ihrer Augen.

Auf dem Coppelius Konzert in Stuttgart bekommt jeder der möchte einen Konfetti Gruß von mir, auf dass das Glück ebenso an Ihnen hafte wie die bunten Papierschnipsel! Sie erkennen mich am Oktopelius.

Mittwoch, 25. März 2015

Blubberblasig mit Aussicht auf Konfetti - Coppelius on Tour!

Ein Nachrichtensprecher der Mumpitzzentrale berichtete von Blubberblasen - Sichtungen in Nürnberg. Müssen die Fanatiker nun Verseifung befürchten? Ein Sprecher der Konfetti Kompanie berichtet: 
"Uns ist das Phänomen der Beblubberung durch die Blubber Brigade bekannt und auch die damit verbundenen Risiken wie z.B. Rutschgefahr oder allgemeine Verseifung. Ein geheimer Auftraggeber hatte sich im letzten Jahr an uns gewandt dem Problem entgegenzutreten und so wurde die Konfetti Kompanie gegründet. Die Konfetti Kompanie ist eine geheime Spezialeinheit der GCSG. Niemand weiß wie viele Mitglieder sie wirklich hat und über den Anführer munkelt man nur, doch sie existiert und ist bereit zu helfen!"

 
Wird die Konfetti Kompanie die Fanatiker vor den Gefahren der Blubberblasen beschützen können und wenn ja wie gedenkt sie dies zu tun? 
"Wir haben die Winterpause genutzt um unsere Waffen weiter zu entwickeln, die Reichweite des Konfettis zu erhöhen und die Fallgeschwindigkeit zu verringern, so dass eine größtmögliche Anzahl von Seifenbasen vom Himmel geholt und im Papier gebunden werden kann. Ein Test bei einem Festival in Speyer im Okober letzen Jahres war sehr vielversprechend - wir berichteten: Dark Current Festival


Warum erobern Mitglieder der Blubber Brigade immer wieder Coppelius Konzerte?
"Durch waghalsige Forschungsreisen konnte eine neue Krakenart, der gemeine Oktopelius Piratopus, erstmals erforscht werden. Er liebt die coppelianischen Klänge, eine Begegnung mit ihm ist aber leider nicht ungefährlich sodass, sollte er auf einem der Konzerte gesichtet werden, entsprechende Maßnahmen ergriffen werden müssen die Fanatiker zu beschützen. Die Blubber Brigade dient also in erster Linie dem Schutz der Fanatiker vor den Wolkenkraken. Tragischerweise hat die Blubber Brigade bereits ein erstes Opfer zu betrauern. Der Brigadist "Friederich" hat die Begegnung mit einer solchen Wolkenkrake (Airkraken) nicht überlebt.


Warum bekämpft die Konfetti Kompanie die Blubber Brigade?
Die Konfetti Kompanie unterstützt die Brigade in ihren Bemühungen die Wolkenkraken in Schach zu halten. Da es dazu notwendig ist überschüssige Seifenblasen von den Konzertbesuchern fern zu halten, entstand der Irrglaube Blubber Brigade und Konfetti Kompanie seien verfeindet. Zugegeben, die Brigadisten sehen es nicht gern, wenn man ihre durchaus schön anzusehenden Blubberblasen vom Himmel holt, deswegen bleibt die Kompanie auch im Untergrund organisiert. Wir müssen daher sowohl die Bewegungen der Brigade als auch die Aktivitäten der Oktopelii verfolgen um unsere Einsätze zu planen, aber im Grunde verfolgen wir das gleiche Ziel.


Weiß man schon, wann wieder mit Wolkenkraken zu rechnen ist.
Im Frühling ziehen die Oktopoden gen Süden, auf dem Konzert in Stuttgart wären also weitere Sichtungen wahrscheinlich. 

Die Zentrale für Mumpitz Angelegenheiten empfiehlt: Nutzen Sie die folgenden Gelegenheiten, wählen Sie Konfetti oder Seifenblasen und nehmen Sie Teil an der rasanten Wolkenkrakenjagd:

Stuttgart: https://www.facebook.com/events/656341677811657/
Wien: https://www.facebook.com/events/795304143863347/
Annaberg-Buchholz: https://www.facebook.com/events/647274102057897/
Magdeburg: https://www.facebook.com/events/743500179057520/

Montag, 23. März 2015

Konzertwochenende München/Nürnberg mit Clockwork Cabinet

Es war wieder einmal soweit: Coppelius hatte anlässlich der Veröffentlichung des neuen Albums „Hertzmaschine“ in ganz Deutschland zu konzertanten Abenden gerufen, dieses Mal war die Reihe also an München und Nürnberg, bespielt zu werden. Die Erwartungen waren hoch – und was soll man sagen, sie wurden dieses Mal über die Maßen erfüllt und auch übertroffen! (Bilder werden in Kürze folgen, die Auswahl der richtigen Bilder erfordert ein wenig Zeit, daher leider nur "Ambienteablichtungen")

In der Münchener Lokation „Backstage“ fand man sich am Samstagabend zusammen, um den Klängen, für manchen Fanatiker erstmals, in lebensechter Darbietung zu lauschen – man hatte vorher munkeln hören, die Münchner wären in ihrer Feierwilligkeit eher mürrische Fußtaktwipper, dieses kann der Schreiber dieser Zeilen allerdings nicht bestätigen! Schon bei der Vorgruppe Aeronautica, die einigen bereits bekannt waren und mit ordentlichem Steam-Sound die Bretter schon zum Vorbeben brachten, war die Stimmung unter den Zuschauern so gut, dass schon mitgeklatscht und laut gegröhlt wurde – die aeronautische Musik fand durchaus Anklang und wurde auch ordentlichst, das auch verdientermaßen, bejubelt! Hätte man noch eine Zugabe haben können, wäre dem wohl keiner abgeneigt gewesen, aber Coppelius standen hinter der Bühne schon in den Startlöchern, um die ohnehin schon siedende Stimmung gar zum Überkochen zu bringen.


Eine Konzertaufnahme zu Aeronautica im Backstage.

Es gibt nur ein Wort, das meines Erachtens für das auf dem Fuße folgende coppeliansche Konzert gelten kann: Perfekt. Sofort zu Beginn der absolute Rockeinsteiger mit dem „Luftschiffharpunisten“, der gleich für Begeisterung sorgte. Viel Bewegung im Publikum, viel Spaß auf der Bühne, man merkte gleich, dieses würde ein besonderer Abend werden! Die Setlist mit Krachern wie To my creator“, „Moor“, „Charlotte“ und „Killers“ ließ einem nicht viel Zeit zum Überlegen, wilder Tanz und Sang und Selbstvergessen standen auf dem Programm. Besonders auffällig waren der gute Klang und vor allem auch die sehr gut gelungene Ausleuchtung der Solisten immer im passenden Augenblick – und was waren das für Augenblicke! Die neue Bühneneinrichtung und auch Kleidung der Künstler wirkt harmonisch, elegant und gut aufeinander abgestimmt, großes Kompliment.


Hervorzuheben in der Menge an unmöglich allaufzuzählendem Wundervollem waren Herrn Nobusamas Unendlich-Double-Bass-Solo sowie auch Herrn Voss allgemeines-immer-gut-Bass-Solo, und wenn wir schon dabei sind – die „Herzmaschine“ war mit so viel stimmlicher, tiefer Leidenschaft gesungen, das ging wahrlich sehr in den Seelengrund, so dass man sich unversehens einfach in dieses Stück verlieben musste, wenn man es ohnehin nicht schon gerne mochte. Zum innerlichen Abheben führte auch der von Diener Bastille sehr klar gesungene „Sternenstaub“ und das „Himmelstaue“ – sehr schön performt, tadellos, spitze! Beeindruckend war auch Herrn Coppellas Spielgeschwindigkeit, da knallte das Brett, wie man so schön sagt – und hiermit ein Lob an Herrn Lindorfs Hüpfmanie, wer hätte das gedacht, und das auch noch mit Cello!

Alles in allem: Was für ein Konzert! Lange schon nicht mehr mit so viel Power und auch Spaß am Spiel erlebt, kombiniert mit einem jubelfreudigen Publikum und auch einwandfreier Lokation – da capo, meine Herren, man hätte auch bei der nachfolgenden Musik auch noch bis in alle Ewigkeit tanzen können, was für ein schöner Abend, daran wird man sich lange erinnern! Mein Dank an alle Personen, die diesen Abend geteilt haben.


Am darauf folgenden Tag ging es nun – mit einiger Müdigkeit, aber das interessiert einen wahren Fanatiker ja nun keineswegs – weiter nach Nürnberg, erst einmal in das "Clockwork Cabinet", eine Mini-Steampunk-Convention in einer Villa, zwar sehr klein, aber in exklusivem Räumlichkeiten mit passendem Ambiente, organisiert mit viel Herz im Programm. So gab es zum Beispiel einen wirklichen Türaufhalter und Dienstpersonal in passender Kleidung. An kleinen Ständen konnten Kraken und Schmuck, aber auch kleine Dampfmaschinen ihren Besitzer wechseln. Das Programm war angefüllt mit Highlights wie einem Auftritt von Daniel Malheur, der sehr beeindruckend war, und auch einer Modenschau sowie Dampfvorführung, die mangels Esbitleistung aber weniger gut klappte als errechnet, aber dies tat der Stimmung keinen Abbruch sondern sorgte eher für Belustigung. Einzig die Parkplatz-Situation war desaströs und brachte einem einen 2,5-Kilometer-Spaziergang durch die Nürnberger Straßen, der aber als Bewegungsverschaffung auch nicht zu schlimm war und durch sehr freundliche Bedienung im kleinen Cafe und durch sehr interessierte Besucher wieder gut gemacht wurde. Zu erwähnen ist auch eine Zimmerausstellung von Dampf- und Elektroapparaturen und eine Livezeichnerin vor Ort, die karrikativ die Besucher auf ihren Bildnissen bändigte. Fazit: Gerne wieder, klein, aber fein, es gab viel zu sehen, und ein Nachmittag war gut dort zu verbringen!







Schließlich landete man nach kurzer Nahrungsjagd beim Hirsch Nürnberg, wo nun am Sonntagabend das nächste coppelianische Konzert stattfinden sollte. Es gab einige Mühe bei der Beseitigung der vorgespannten Türkette beim Einlass, aber WD40 hilft bekanntlich gegen alles – kurz nach 20 Uhr öffneten sich die Tore zur altbekannten Nürnberger Konzerthalle, die sich auch recht schnell füllte. Die Zeit bis zum Konzert vertrieb man sich mit Einkaufslust am coppelianischen Marketenderstand, der jetzt bemerkenswerterweise sehr hübschen, individuell handgefertigten Damenschmuck im Sortiment führt, wovon man auch gleich ein Stück erwarb. Vielen Dank an Eva Ende für die Mühen und Ideen, eine wirklich schöne Sache als Ergänzung für das coppelianische Artikelprogramm.




Als Vorband für diesen Abend hatten sich „Carpe Noctem“, eine konzertante Gruppierung aus Jena, angekündigt, die man schon auf der ein oder anderen Videographie hatte sehen können – aber der Liveauftritt war etwas, das wirklich besondere Erwähnung verdient. Ich muss sagen: Sie haben mich einfach umgehauen. Diese junge Nachwuchsband mit Cello, Violine, Bass und Schlagzeug hat es wirklich geschafft, mich vom ersten Ton an zu begeistern! Ohne Umschweife: Leckt mich am Arsch, die haben es drauf! Absolut positive Ausstrahlung, Instrumentenbeherrschung, da ist keine große Show nötig – und wer es schafft, „Toxicity“ auf solche Weise zu covern, Hut ab, Applaus, Applaus für diese großartige Band! Leider war nicht mehr genug Bares da, um eine CD zu erwerben, aber das wird garantiert nachgeholt. Grandiose Leistung, bei der man sich schon vorverausgaben musste!

Coppelius stiegen sofort in das Tempo ein, das Carpe Noctem vorgelegt hatte, es ging gleich rasant weiter, es wurde viel gejubelt und die Stimmung war gut, auch mit der bereits bekannten Setlist, bei dem sich einige Stücke noch tiefer ins Herz bohrten, als sie es schon am Vortag getan hatten. Auch die Blubberbrigade war diesmal wieder mit von der Partie – ein wunderschönes „Sternenstaub“, so klare Töne im Seifenblasenregen, das sind Anblicke, die man nie wieder vergisst. Vielen Dank. Man merkte auch, dass die Herren Spaß an der Sache hatten – vielleicht nicht so kraftvoll wie am Vortag, aber nicht weniger gut gelaunt auch gegenüber technischen Ausfällen. Im Gegensatz zu München war das Publikum nicht so extrem lautjubelnd, aber dafür sehr ausdauernd – zwei Zugaben, sehr schön auch der eigentliche Abschluss mit „Konzert“, hier vielen Dank an Herrn Quaas, der sich auch für einen Mini-Walzer zur Verfügung stellte, was kann es Schöneres geben?




Im Anschluss an das Konzert stellten sich die Herrschaften noch für Unterschriftensammler zur Verfügung, mit viel Geduld und sehr freundlich wurden Fotos gemacht, wahrhaft meisterhafte Gemälde übergeben und Atteste ausgestellt – ein gelungener Abschluss für ein herausragendes Konzertwochenend-Erlebnis der besonderen Art. Ich freue mich schon auf die nächsten Konzerte in Stuttgart und Annaberg-Buchholz, und ziehe hiermit das Fazit: Ein bisschen Habgier geht immer!

Und: Ein großes Sonderkompliment an Bastille, der trotz Handicap so springen kann und sich die Freude an den Auftritten nicht nehmen lässt - allerhöchstens Respekt, dass Sie das mitmachen!

Sheris vdK

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Vielen Dank an AyraLeona de Loryva von Ruffles and Steam für Konzertbilder München.


Fotos vom Konzert in Nürnberg in Bälde von Hard Times Nürnberg, Link zur Galerie folgt.

Hier auch eine Facebook-Fotostrecke aus Nürnberg von LifeLine Photography.



Donnerstag, 19. März 2015

1. Tourblock - 4 Konzerte - Ein Vergleich


Nachdem Colophonius Regenschein schon einige allgemeine Worte über den Tourauftakt verloren hat, möchte ich mich nun auch zu Wort melden. 

Meine Wenigkeit hatte das Vergnügen, gleich die ersten vier Konzerte in Osnabrück, Bochum, Hamburg und Hannover mit zu erleben und ich möchte dem geneigten Leser meine Eindrücke, besonders im Vergleich, nicht vorenthalten. 

Ich habe alle vier Konzerte mit der Kamera begleitet (die Ergebnisse findet man auf Ruffles and Steam), allerdings mit höchst unterschiedlichen Ausgangssituationen.

Mittwoch, 18. März 2015

Hertzmaschine Tour - der erste Tourblock ist geschafft - Hertzmaschine tour - the first concerts are over

Der erste Tour Block ist vorbei. Meine Wenigkeit durfte die ersten beiden Konzerte in Osnabrück und Bochum miterleben. Um den Rahmen des Berichtes nicht zu sprengen, möchte ich meinen Bericht auf ein paar allgemeine Eindrücke beschränken.
The first four concerts have passed in a flash and it's time to look back at what happened. I was privileged to witness the first two concerts in Osnabrück and Bochum. However I will only give you some general impressions in order to stay within the constraints of this review.


Das Bühnenbild ist die bereits bekannte Darstellung der Hertzmaschine. Nach den detailreichen, hellen Straßenzügen von „Extrablatt“ wirkt die Hertzmaschine im ersten Moment ungewohnt düster. Auch die Outfits der Herren sind einheitlich Schwarz und Grau und werden von grünen Schals unterstrichen. Wer nun ein maschinentaugliches Steampunk - Outfit erwartet hat, wurde enttäuscht; die Herren bleiben ihrer gewohnten Eleganz treu. Die Bedienung der Maschine überlassen sie wohl lieber Butler Bastille, dessen „neue“ Hose arg zerschlissen aussieht.
The stage design is dominated by the already well known Hertzmaschine motif. After the detailed light streets from "Extrablatt" it gives off an unusually gloomy impression. The gentlemen's new outfits are uniformly black and grey as well and are being contrasted by green scarves. Anyone expecting a workable Steampunk outfit has been disappointed; the gentlemen stay true to their familiar classiness. They seem to leave the handling of the machinery to Butler Bastille whose "new" trousers are already looking rather tatty.


Die Streicher wurden vorerst auf Podeste erhoben. Sie sind zwar dadurch weiter weg vom Publikum, was ich überaus schade finde, aber man hört sie besser. Herr Sissy Voss hat zusätzlich noch technische Verstärkung bekommen. Ich persönlich habe leider keine Ahnung von solchen Gerätschaften, daher kann ich nur sagen: der Bass zieht einem fast die Schuhe aus – großartig! Basssoli sind wärmstens zu empfehlen! ;)
The strings have been moved onto Nobusama's pedestal for now. They are therefore further away from the audience, which is a pity in my opinion, but they are much more audible than before. Mr. Sissy Voss has also gained technical amplification. Regrettably I don't know anything about this sort of machines, I can therefore only tell you this: the double bass is absolutely overwhelming - great! Solos are highly advisable!


Die Klarinettisten dagegen freuen sich über den so gewonnenen Platz im vorderen Bereich der Bühne. Herr Max Coppella glänzt mit Tanzeinlagen, bei denen man ihm besser nicht zu nahe kommt, wandelt er doch mit erstaunlich hoch fliegenden Füßen klarinettierender Weise über die Bühne – Respekt!
Außerdem hat auf bisher unbekannte Weise ein Rollator den Weg auf die Bühne gefunden. Dieser fungiert mal als Klavierstuhl, mal als Sitzmöbel, wobei man freundlicherweise Butler Bastille, der trotz gebrochener Kniescheibe alles gibt, seinen Pflichten nachzukommen, gestattet sich hin und wieder zu setzen. Ich warte ja darauf, dass es irgendwann 2 Rollatoren sind, mit denen auf der Bühne Rennen gefahren werden, aber erzählen Sie das den Herren besser nicht, werthe Leser ;)
Wir wünschen Butler Bastille gute Besserung! Auf das Rollator und Schiene bald nicht mehr nötig sein werden.
In the meantime the clarinettists enjoy the newly won space in the front of the stage. Mr. Max Coppella shines at dancing as he tries a step or two from time to time. We recommend to stay well away whenever he makes his way across the stage jumping and kicking his legs this way and that, all the while playing the clarinet - impressive! Furthermore a wheeled walker has mysteriously found its way onto tge stage. It is currently used as piano stool and occasionally as seating furniture for Butler Bastille, who is trying very hard to fulfil his duties, in spite of his broken kneecap. I'm waiting for the day when there will be two wheeled walkers to use for races across the stage, but best not reveal that to the gentlemen, valued readers. We hope Butler Bastille will get well soon! May wheeled walker and splint soon be redundant


Die Setlist bestand aus einer guten Mischung aus ganz alten und ganz neuen Liedern. Die Herren waren sichtlich gut gelaunt und nahmen sich in Osnabrück viel Zeit für die Fans. Dafür wurden die Autogrammjäger in Bochum leider enttäuscht, was allerdings am Club und nicht an den Herren lag.
The set list consists of a well-balanced mix of songs, ranging from the very first to the newest songs. The gentlemen were noticeably cheerful and took a lot of time for their fans in Osnabrück. Unfortunately the autograph hunters were less lucky in Bochum, where those responsible for the location tried to get rid of everyone fairly soon. 

Herr Max Coppella hat sich über seine ersten Atteste, die ihm "höchstes Genie" bescheinigen, sehr gefreut und alles aufmerksam gelesen. Lesen sie hierzu Ein Attest für Genialität! und machen Sie mit!
Mr. Max Coppella was very pleased with his first attestations for "highest genius" and took his time reading them thoroughly. If you want to know more, read "A certificate for ingenuity!" and join in!



Insgesamt waren es für mich zwei sehr unterschiedliche, aber doch gleichermaßen schöne, unterhaltsame Konzerte. Ich freue mich darauf, am 2.4.15 in Stuttgart noch einmal dabei sein zu können und kann Ihnen nur empfehlen ebenfalls ein Konzert der Tour zu besuchen, denn Sie wissen ja
All in all these were two very different but equally pleasant, enjoyable concerts. I'm looking forward to experience another concert in Stuttgart and I advise you to go to one too, because you know

Coppelius Hilft!
Coppelius helps!  



Fotos zur Tour finden Sie bei Ruffles & Steam
Photos of this tour's concerts can be found at Ruffles&Steam 

C. Regenschein

Donnerstag, 12. März 2015

Ein Attest für Genialität! - A certificate for ingenuity!

Das neue Album "Hertzmaschine" ist Ende Januar erschienen. In Titel Nr. 8 "Ein Experiment" singt Max Coppella: "jeder Mensch muss mir höchstes Genie attestieren". Wir dachten uns, den Gefallen tun wir Herrn Coppella doch gerne und hier ist es, das Attest für "Höchstes Genie".

The new album ‘Hertzmachine’ was released at the end of January. In titel nr. 8 ‘Ein Experiment’ Max Coppella sings: ‘jeder Mensch muss mir höchstes Genie attestieren‘ (every person should attest me highest ingenuity). So we thought, why don’t we do him this favor? And here it is: the certificate for ‘highest ingenuity’ 


Geben Sie es ihm während der Tour oder posten Sie ein unterschriebenes Attest auf seiner Pinnwand. 
Wer möchte kann es natürlich auch selbst ausfüllen.

Give it to him during the tour or post a signed certificate on his timeline. Who would like to, can of course fill it out by themselves.



MfG
C. Regenschein



Sonntag, 1. März 2015

Coppeliania Fan Kalender - März

Wir wünschen viel Freude mit dem neuen Kalenderblatt!



Unter diesem Link können Sie das Bild in voller Größe herunterladen, z.B. als Desktophintergrund.