1815. Herrensitz Coppelius.

Alchemisten, Akustiker und Astrologen arbeiten im Auftrag der Herren Coppelius an einem Verfahren, um die akustischen Instrumente Cello, Contrabass und Clarinetti auf unerhörte Lautstärke zu verstärken: Die galvanische Amplifikation! Die Rockgeschichte hat begonnen.

2015. Herrensitz Coppelius. Die Hertzmaschine ist fertiggestellt!

Akustisches Instrumentarium entfaltet sich zu dröhnendem Klanggewitter: Das Cello röhrt, der Bass knarzt, die Klarinetten schneiden sich durch Schlagzeug und Gesang. Gitarristen packen beschämt ihre Verstärker ein. Gaslichtromantiker, Steampunker und Liebhaber von handgemachter Musik - Coppelius sind zurück, lauter denn je!

Jubliläumskonzertfeierlichkeiten zu 200 Jahren galvanischer Amplifikation:

Die Hertzmaschine läuft an, die Herren Coppelius bereisen wieder den Kontinent.

Mit Kraft und Musizierfreude, gänzlich verzichtend auf hinter der Bühne versteckte Grammophone, -ja wirklich, komplett live, ohne Playbacks, ohne Einspieler- dafür mit dem unbändigen Willen, dem hochgeschätzten Auditorium den Vorteil akustischen Instrumentariums vorzuexerzieren. Jedes Konzert von Coppelius ist anders, jedes ist einzigartig, nie weiß man vorher, was geschehen wird. Doch sehen Sie sich vor: Wenn Gehrock und Zylinder fallen, kommt 200 Jahre aufgestaute Hysterie zutage!

Sonntag, 28. August 2016

Coppelius beim "Rock im Hinterland 2016"

Auf nach Obrigheim!
Nach ca. eineinhalbstündiger Fahrt werde ich bei Obrigheim von Plakaten des Festivals begrüßt, auf die mit Neon - Sprühfarbe Pfeile aufgesprüht wurden. Diesen Wegweisern folgend, fahre ich durch einen steinernen Torbogen in den Ort Obrigheim. Mein erster Gedanke: hoffentlich kommen die Bands nicht mit Nightlinern, das könnte eng werden. Die Straße führt mitten durch eine Hochzeitsgesellschaft. Nur langsam komme ich voran, es ist eng und überall sind Menschen. Mein Ziel ist der örtliche Sportplatz. Nachdem ich mir meinen Weg durch den Ort gebahnt habe, finde ich einen Parkplatz auf dem Acker direkt vor dem Festivalgelände. Bei meiner Ankunft ist die Feuerwehr gerade dabei die Besucher abzukühlen; mithilfe der Feuerwehrschläuche.

Manch einer greift zum letzen Mittel - der Wasserpistole!

Bei meiner Runde über das Gelände Mittags um ca 15:00 Uhr haben sich fast alle Besucher in schattige Plätze zurückgezogen und tun - nichts.
Es ist viel zu warm!





Einzig der Feuerwehrschlauch, der ab und zu eine Fontäne Wasser über das Gelände sprüht, kann uns dazu veranlassen, uns zu bewegen. 
Ein solches Festival habe ich zuvor noch nicht besucht. Mittags gibt es neben den "Highland Games" auch eine kleine Show zur Kinderbelustigung und eine Art Rutschbahn. Man kann mit Hilfe von Kisten über ein Förderband mit Rollen rutschen. 


So vertreibt man sich die Zeit und wartet auf den Auftritt der Herren von Coppelius. 
Um 21:15 Uhr stehen sie dann endlich auf der Bühne. Der Festivalplatz hat sich mittlerweile ordentlich gefüllt, die Temperaturen sind merklich angenehmer als noch ein paar Stunden zuvor - wir sind bereit! 
Mit "Bitten, Danken, Petitieren" eröffnen Coppelius das Konzert und es wird ordentlich gerockt! Das Auditorium ist hellwach, etwas betrunken aber angemessen begeistert. Die allgemeine "bloß nicht bewegen" Stimmung vom Mittag ist wie weggeblasen, vom dröhnenden Bass vertrieben.


Auch den Herren ist warm, aber Butler Bastille ist schon zur Stelle.


Da Bastille "ungewohnter Weise" keine Ansagen vorbereitet hat, beschließt er stattdessen, die Herren Witze erzählen zu lassen; mit eher mäßigem Erfolg. 
Des Comtes Beitrag: "Kommt ein Klarinettist zur Bandprobe."
Herr Sissy Voss gibt sich besonders große Mühe das Auditorium zu begeistern. Wer Herrn Voss kennt kann sich sicher denken warum ich darauf verzichte seine Erzählung hier schriftlich wieder zu geben. 


Es war wie immer ein großes Vergnügen die Herren live zu erleben. Eineinhalb Stunden dauerte der Auftritt, was deutlich länger als die bei Festivals übliche eine Stunde ist. Wer die Fahrt ins Hinterland auf sich genommen und in der Hitze ausgeharrt hat, kam also am Ende voll auf seine Kosten. 








Wir danken Coppelius für diesen grandiosen Abschluss der coppelianischen Festival - Saison und freuen uns bereits auf die bald anstehenden Clubkonzerte. 




Kommen Sie zahlreich - Coppelius Hilft!!


Dienstag, 9. August 2016

Coppelius auf dem Castlefest 2016

Lekker Muziek!

Mit diesen Worten kündigte der Morderator am Donnerstag Coppelius an und er sollte dem Auditorium nicht zu viel versprechen.
Mit "Bitten, Danken, Petitieren" eröffneten Coppelius das Castlefest 2016.
Anschließend begrüßte Bastille die Menge in seinem besten English.
"Hello crazy people, hello businessmen,.."

Bastille - Luftschiffharpunist

Da der Auftritt bereits 15 Minuten nach Einlass begann, waren zunächst noch nicht allzu viele Besucher vor der Bühne, doch schon nach den ersten Tönen füllte sich der Platz sichtbar und es wurde standesgemäß gerockt. Man merkte, dass Coppelius nicht zum ersten Mal in den Niederlanden waren, denn bei vielen Besuchern konnte man coppelianische Fanausrüstung entdecken.
Die Haare flogen, die Seifenblasen blubberten und Le Comte Caspar ließ es sich nicht nehmen die Bühne zu verlassen und inmitten des Auditoriums zu spielen.


Bei Butler Bastille wurden bei diesem Auftritt geheime Botschaften auf den Schuhen entdeckt.
Es gelang uns diese zu dokumentieren, sodass wir Ihnen nicht vorenthalten möchten, was uns der Butler zu sagen hat.



Wir sind uns nicht sicher wie wir auf die Botschaften reagieren sollen und sind zu dem Schluss gekommen: so lange er nicht HELFT MIR schreibt ist alles in Ordnung.


Die Stunde flog nur so dahin und viel zu schnell mussten wir uns von den geliebten coppelianischen Klängen verabschieden. Ein letztes DA CAPO, dann kam der Moderator bereits auf die Bühne, um den Umbau für die nächste Band einzuleiten. Er wurde noch kurz von Bastille vertröstet, der es sich natürlich nicht nehmen ließ uns noch zwei letzte Worte mit auf den Weg zu geben.
Coppelius Hilft!!

Dieser äußerst gelungene Auftritt machte Lust auf mehr - MEHR!!
Und wir sollten mehr bekommen. Schon am nächsten Tag würden Coppelius erneut die Bühne rocken. Ein gänzlich anderes Programm versprach Bastille, wir sind gespannt.
Glücklich, erschöpft und in dem Wissen, dass der coppelianische Spaß erst begonnen hatte, machten wir uns auf den Rest des Festivals zu erkunden.


Das Castlefest unterscheidet sich sehr von allen Festivals, die ich bisher besucht habe. Die Stimmung ist entspannt, man genießt das Ambiente, das gesamte Gelände ist liebevoll dekoriert und die Menschen sind freundlich, egal welche Sprache man spricht.


Französich, English, Niederländisch, Deutsch, hier ist alles vertreten und jeder, den man fragt wie das Festival gefällt, antwortet: es ist total relaxed hier. Die Bands treten meist an mehrere Tagen auf, sodass genug Zeit bleibt das Gelände und den riesigen Markt zu erkunden, ohne ständig auf die Uhr zu schauen um zur nächsten Band zu hetzen. Es gab dieses Jahr 3 verschiedene Bühnen, auf denen teils zeitgleich gespielt wurde.


Wir schlenderten also gemütlich über das Gelände, das Abends wunderschön beleuchtet wird und freuten uns auf den nächsten Auftritt von Coppelius.
Am nächsten Abend war es dann soweit.


Mit "Transylvania" betraten die Herren die Bühne, gefolgt von "To my Creator".
Bastille führte das Auditorium erneut auf English durchs Programm, was zur allgemeinen Erheiterung beitrug. So haben wir z.B. gelernt, das "Ruhe Bitte" auf English "Shut up" heißt, sehr interessant.
Für die Niederländer war es sicher nicht immer  einfach den deutschen Texten zu folgen, doch auch hierfür hatte Bastille eine treffliche Lösung: "If you understand German - enjoy! If you don't understand German - enjoy!"


Gut gelaunt rockten die Herren mit uns die zweite Stunde für dieses Festival. So etwas erlebt man wirklich nur selten. Die Setlist war abwechslungsreich und wie versprochen gänzlich anders als am Vortag, sodass insgesamt fast so viele Titel zu hören waren, wie man sonst nur bei den Clubkonzerten erlebt. 
"Contenance", wie üblich gefolgt von "Killers" bildeten den Abschluss des Auftritts. 


Die "Crazy People" sagen DANKE für dieses wunderschöne Wochenende. Zwei Tage lang durften wir mit den Herren rocken, um danach noch zwei weitere entspannte Tage auf dem Gelände zu verbringen. Das ist das erste mal, dass ich nach einem Festival erholt nach Hause komme, obwohl ich ordentlich gefeiert habe. Faszinierend. 


Auch am Samstag und Sonntag mussten wir nicht gänzlich auf die Herren verzichten. Immer wieder wurde der Auftritt auf den Bildschirmen neben der Hauptbühne noch einmal gezeigt und Sonntags wurden wir beim Betreten des Geländes mit dem "Luftschiffharpunist" aus Lautsprechern begrüßt.
Man könnte meinen den Veranstaltern gefällt Coppelius ^_^


                                                                                  Bericht und Fotos von Colophonius Regenschein.

Weitere Bilder finden sie hier:

https://www.facebook.com/colophonius.regenschein

https://www.facebook.com/colophonius.regenschein.

Setlist Donnerstag:
Bitten Danken Petitieren
Luftschiffharpunist
I Get Used To It
Rightful King
Locked Out
Diener 5er Herren
Phantom Of The Opera
Reichtum
I'd change everything
Gumbagobanga
Ein Experiment
Handschuh

Operation
Risiko

Setlist Freitag:
Transylvania
To My Creator
Schöne Augen
Mitten ins Herz
Urinstinkt
zu Dir
Charlotte the Harlot
1916
Running Free
Moor
Escapade 1
Habgier

Contenance
Killers

Montag, 27. Juni 2016

Sommer, Sonne, Glühwein – Coppelius auf dem Feuertanz Festival

Viele, viele, viele schöne Erlebnisse! So lässt sich das letzte Wochenende auf Burg Abenberg in Franken zusammenfassen. Von Donnerstag, 23.6. bis Sonntag, 26.6.2016 in der Frühe war Dauermumpitz angesagt, begleitet von strahlendem Sonnenschein und Sommergewitter, besucht von sehr freundlichen Leuten, betreut von verlässlichem Personal. Alles in allem: Super war’s!

Die ersten Mitglieder der Geheimen coppelianischen Straßenbau-Gesellschaft rotteten sich bereits am Donnerstag Abend auf dem Zeltplatz zusammen, der dieses Jahr sehr schnell belegt war. Überall spürte man bereits die freudige, erwartungsvolle Atmosphäre; das Festival war lange im Vorfeld ausverkauft gewesen und alle glücklichen Kartenbesitzer umso froher, hier zu sein. Freundlich aufgenommen wurden auch Neulinge, die zum ersten Mal überhaupt an einem Festival teilnahmen, insgesamt belief sich die Mumpitzcamperzahl auf ca. um die 30 Leute (inklusive Zeltnachbarn, die gerne immer einmal wieder vorbeikamen). Selbstredend wurde gleich der Grill in Betrieb gesetzt und ordentlichst eröffnungsgefeiert.

Der Freitag begann sehr entspannt mit lautstarkem Schnarchkonzert, das frühe Vögel bei Morgentau und Nebel ganz umsonst genießen konnten. Ein heißer Tag kündigte sich bereits an; in Ermangelung von Schatten wurde am Vormittag eine Delegation zum Baumarkt geschickt, um einen Unterstand und auch einen campeigenen Pool zu erwerben. Die Zeit bis zum Auftritt von Coppelius verbrachten manche mit einem Besuch beim naheliegenden Badeweiher, mit Einkaufsausflügen oder mit Neuigkeitenaustausch bzw. einfachem Herumgammeln im Camp, vereinzelt machte man sich bereits zum Konzertgelände auf, aber die Hitze ließ Bewegung kaum zu. Der erworbene Minipool brachte hier viel Freude und Abkühlung und wurde gleich zu einem Übungsmanöver der Blubber Brigade herangezogen. Ein fröhliches Quietschentenrennen wurde durch teilweisen Untergang der Entchen leider frühzeitig beendet, selbst diese hatten anscheinend unter den hohen Temperaturen zu leiden. Gegen 15:00 machte man sich gesammelt auf zur Burg; der Weg dorthin war nur in kleinen Schritten, mit Pausen und dank einem (Regen-)Sonnenschirm zu bewältigen; ein Juchee auf Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50!

Auf dem Konzertgelände: Überall drängten sich Menschen in die Schatten, aufgrund der Schmelztemperaturen direkt vor der Bühne kurz vor dem Auftritt der Coppelianer noch fast gähnende Leere, deswegen fiel es leicht, in die vorderen Reihen vorzudringen, der Platz füllte sich aber während der konzertanten Darbietung schnell. Immer einmal schwirrte ein Rudel Seifenblasen durch die Luft – die unbekannten Blubberer wurden sofort von der Brigade rekrutiert und mit Ansteckern versorgt. Man beschloss, dass unbedingt wieder einmal entsprechender Einsatz durchgeführt werden müsse, und machte sich schließlich konzertbereit.

Neue Mitglieder für die Blubber Brigade!

Bastille prüfte zu Beginn der Aufführung erst einmal (wohl im Auftrag von Prof. Mosch Terpin) die Lichtteilchendichte mit der Hand und bereitete alles auf die Ankunft der coppelianischen Herrschaften vor, welche auch gleich die Bühne betraten. Auffällig: Einige Mitglieder der Kapelle waren ungewohnt locker und leger nur in Hemd und Hose gekleidet, wohl ein Tribut an die Temperaturen. Einzig Herr Voss litt extremst unter den für ihn eisigen Bedingungen und bestand während des ganzen Auftritts auf seinen Wollschal.

Le Comte Caspar - strahlenschützendes Sonnenglas muss sein.

„Bitten, danken, petitieren“ als beschwingter Einstieg begeisterte die Zuschauer, die bereits durch ihre Vorgänger Punch’N’Judy und Cultus Ferox gut in Stimmung versetzt worden waren. Es folgte der „Luftschiffharpunist“, den man schon lauthals mitgröhlte, die Stimmung war ausgelassen und das Publikum auch zu Schabernack bereit. Zur großen Freude wurde anschließend „Zu dir“ vorgetragen – lange nicht gehört, wieder großer Jubel bei den Fanatikern. Locker und leicht auch das nachfolgende „I’d change everything“. Man hatte immer einmal mit der teils ausfallenden Tonübertragung der Mikrophone und der einzelnen Instrumente zu kämpfen, aber dieses schmälerte keinesfalls den Gesamteindruck. Zu „Phantom of the Opera“ hatte die Kapelle das hitzegeplagte Publikum die stets bestehende Sonnenbrandgefahr vergessen lassen, es wurde gejubelt und nasses Haar geschüttelt, was das Zeug hielt.

Hoch die Becher! - Stimmung im Publikum.

Persönliches Highlight des Tages war das Stück „Moor“ – ganze Wassereimer wurden in die Menge geleert und mit einem Feuerwehrschlauch auf Geheiß der Kapelle künstlich Regen erzeugt, um eine kleine Moorlandschaft entstehen zu lassen, für die Unterstehenden unbeschreiblich und unvergesslich schön! Einige der durchnässten Damen im Auditorium sahen sich (was auch von der Kapelle mit Begeisterung aufgenommen und auch teils nachgeahmt wurde) zur Entkleidung genötigt, Herr Voss hingegen verlangte lautstark nach Glühwein, um die klammen Finger aufzuwärmen.

Bastille, Glühwein, bitte!

Die Aufführung von „Rightful King“ war wie immer ein Stimmungsknaller, auch „Locked Out“ in seinem immer schnelleren Rhythmus ließ Begeisterungsstürme im Publikum folgen. Zur Ruhe kam man ein wenig bei „Comtenance“ (oh, das war wohl die Gewohnheit, es heißt natürlich "Contenance"), wurde aber mit „Killers“ im Anschluss zur Ekstase getrieben – Kompliment an Bastille, der hier zur Hochform auflief und anscheinend den ganzen Frust über sein Angestelltendasein über das Mikrophon entlud. Super Sache - schrei es raus, Mann!

Ausgelassene Hüpferei war wieder bei „Gumbagubanga“ angesagt, allerdings etwas vermindert, da sich einige Zuhörer bereits jetzt schon am Rande der Erschöpfung befanden. Das „Experiment“ fand auch großen Anklang bei den inzwischen mehrmals vom Wasserschlauch durchnässten Zuschauern. Das Konzert sollte eigentlich mit dem „Handschuh“ enden, aber das Auditorium erwies sich hier als absolut uneinsichtig: Lauthals wurde nach einer Zugabe verlangt, die auch gerne gegeben wurde, die Kapelle hatte es geschafft, den kompletten Platz nicht nur zu füllen, sondern auch zum Beben zu bringen. Man wollte, mehr, noch mehr!

Die hitzegeplagten Fanatiker in der Menge.

Also flugs die Saiten neu gestimmt und weiter ging es mit einer sehr beeindruckende Aktion, die von der Kapelle initiiert wurde: Die „Wall of Friendlyness“. Eine geteilte Menge geht auf einander zu und umarmt sich, man sagt sich etwas Nettes. Das rührte fast schon zu Tränen und wurde auch sehr bejubelt, so stellt man sich die Welt vor. Danke, Coppelius!

Beendet wurde das Konzert dann von einem extrem geilen „Operation“, auch das hatte man schon lange nicht gehört, bass- und gesangsbedingtes Bauchkribbeln vom Feinsten, begleitet hier auch von Crowdsurfern. Eskalation! Herr Voss hatte sich indes ausreichend erwärmt und brachte ein beeindruckendes Bass-Solo zustande, auf das „Risiko“ folgte, das letzte Stück und ein Knaller am Ende. Was für ein Konzert, mit einer gut kombinierten Setlist aus Sommer-Lockerflockigem und gewohnten Krachern! Eine abschließende Feststellung: Sowohl „alte Hasen“ als auch viele Neugierige im Publikum zeigten sich von der Kapelle beeindruckt. Also: Daumen hoch, wirklich tolle Leistung, dieser Auftritt wird lange im Gedächtnis bleiben!

Ein seltener Anblick: Nobusama am Mikrophon!

Nach dem Auftritt war erst einmal Pause angesagt; die geplante Übergabe der neuen Ausgabe des Olimpianischen Käseblatts war aufgrund der Hitze recht schnell und unkompliziert, ein Verteilungsmarsch wurde ausgesetzt, vielleicht ergibt sich auf einer anderen Festivität eine kühlere Gelegenheit dazu. Natürlich standen die Herrschaften trotz der hohen Temperaturen auch für Autogramme zur Verfügung. Vielen Dank hier auch besonders an Souvenirstandsfräulein Eva Ende, die sich um die erschöpften Fanatiker kümmerte und auch ebenso mitlitt.

Das neue Olimpianische Käseblatt ist jetzt am
Souvenirstand der Kapelle zu erhalten.

Manche der Fanatiker blieben gleich auf der Burg, um die Auftritte der folgenden Bands mitzuerleben, andere entschieden sich für eine wohlverdiente Pause auf dem Zeltplatz. Als auch die Sonne (fast endlich) untergegangen war, konnte man sich zu späterer Stunde bei einem erneuten Besuch auf dem Festgelände entspannen und auch einmal etwas umherwandern. Der Tag endete mit einer Zeltplatzfeier und erschöpften Indenschlafsackkriechen.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für diesen wunderschönen Tag!

Best of Kapelle:

-          Bastille zum Thema Temperatur: Scheiß auf den Hitzeschlag!
-          Max Coppella nach dem Auftritt: Und wo ist denn jetzt dieser Badezuber ..?
-          Le Comte Caspar zu In Extremo: Es regnet, es regnet Zwiebelmus!

(Hier ist die offizielle coppelianische Konzertberichterei/der Bericht zum ersten Tag am Feuertanz Festival beendet, wer mehr über das restliche Wochenende wissen möchte bzw. mehr Fotos ansehen möchte, scrolle/lese bitte weiter.)

Am folgenden Tag drückte bereits das Wetter in der Frühe; jede Bewegung war eine Qual, besonders für die Pollenallergiker, und die meisten der Fanatiker verbrachten die sonnenbeschienene Zeit damit, in den Schatten zu ruhen und nur sehr geringfügig Mumpitz zu treiben, deswegen gibt es über den Tagesablauf nicht viel zu berichten. Auch die Zeltnachbarn verkrochen sich unter den Planen der Gesellschaft; man hatte gute Unterhaltung durch ein spontanes Gitarrenkonzert eines benachbarten Liedermachers, wobei Stücke von Hans Söllner und auch Eigenkompositionen zum Besten gegeben wurden, vielen Dank dafür. Auch eine Lesung aus dem Käseblatt sorgte für Erheiterung während der vielen hitzigen Stunden. Hier auch ein Pluspunkt für das Festival bzw. die Besucher: Uns wurden auf höfliches Fragen Grillmaterial geschenkt, weil es uns ausgegangen war, die Leute waren alle hilfsbereit und freundlich. Unglaublich! Man fragt sich, warum das mit dem Rest der Welt nicht öfters einmal so laufen kann. Danke, Feuertanz!

Spontangitarrenkonzert: Danke!

Als sich am Nachmittag pünktlich zum Auftritt von „Mr. Hurley und die Pulveraffen“, den man eigentlich hatte besuchen wollen, die Windgeschwindigkeit massiv steigerte und erste Regentropfen auf das Camp fielen, musste der Zeltplatz geschwind geräumt werden (funktionierte einwandfrei, alles wurde zusammengerafft und irgendwo hineingeworfen). Dann war es auch schon soweit, man konnte nur noch in seine Kutsche oder in eine Halle flüchten, Regen und Gewitter, so wie das nun einmal im Sommer sein muss. Die GCSG machte aus der Not eine Tugend und schmiss spontan eine Lolli-Kutschenparty. Nach einer Stunde war der Spuk vorbei und man konnte in Regenkleidung das jetzt merklich kühlere Gelände auskundschaften, alle hatten es überlebt – wunderbar. Hier auch großes Lob an das gute GCSG-Krisenmanagement J und jetzt kam erst recht die Feierlaune. Na dann mal Prost, das hatte man sich jetzt verdient!

Coppelius hilft auch bei Regen.

Wieder oben auf der Burg waren die letzten Wolken relativ schnell verflogen und es wurde zu „Versengold“ weitergefeiert; auch dem Mittelaltermarkt wurde ein Besuch abgestattet. In bester Laune fand man sich dann zu späterer Stunde wieder auf dem jetzt sehr nassen und kalten Zeltplatz ein, und derjenige, der anfangs noch die Glühweinflaschen im Gepäck belächelt hatte, war jetzt bei einem Kohlefeuer und bei einer Tasse des heißen Gebräus dankbar für dessen wohltuende Wirkung (an dieser Stelle erneut Grüße an Herrn Voss). Gefeiert wurde bis zum Sonnenaufgang, ein Kompliment an diejenigen, die es geschafft haben, noch um 6 Uhr früh einen einwandfrei schiefen 5-stimmigen Kanon anzuschlagen. Applaus!


Mit sehr wenig bzw. gar keinem Schlaf machte man sich also am Sonntag daran, das Gelände wieder zu verlassen; gepackt war relativ schnell. Eine spontane Im-Zelt-Spinnenjagd wurde erfolgreich durchgeführt, Verlorengegangenes nicht wieder gefunden und sich unter viel Bedauern verabschiedet – es war ein schönes Wochenende, mit allem, was bei einem Sommerfestival dabei sein muss. Gerne, gerne wieder, und hier auch wieder mit einem schönen Gruß an die Herrschaften von Coppelius, ohne die das alles nie gekommen wäre.

Ein Teil der GCSG - Sammelbild zum Abschied.

Man freut sich auf das nächste Mal, folgend noch einige Schnappschüsse, die für sich sprechen, mit Dank an die privaten Fotografen, die offiziellen Bildergalerien werden sicher noch erscheinen.

Mit herzlichem Gruß vor allem an die, die nicht dabei sein konnten, wir dachten an euch.

Es schrieb: Sheris v. d. Kauernburg/C. Glaser

P.S.: Ach ja ... und hier etwas Werbung in eigener Sache, vielleicht kennen Sie jemanden?


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Eine kleine Bildergalerie: