1815. Herrensitz Coppelius.

Alchemisten, Akustiker und Astrologen arbeiten im Auftrag der Herren Coppelius an einem Verfahren, um die akustischen Instrumente Cello, Contrabass und Clarinetti auf unerhörte Lautstärke zu verstärken: Die galvanische Amplifikation! Die Rockgeschichte hat begonnen.

2015. Herrensitz Coppelius. Die Hertzmaschine ist fertiggestellt!

Akustisches Instrumentarium entfaltet sich zu dröhnendem Klanggewitter: Das Cello röhrt, der Bass knarzt, die Klarinetten schneiden sich durch Schlagzeug und Gesang. Gitarristen packen beschämt ihre Verstärker ein. Gaslichtromantiker, Steampunker und Liebhaber von handgemachter Musik - Coppelius sind zurück, lauter denn je!

Jubliläumskonzertfeierlichkeiten zu 200 Jahren galvanischer Amplifikation:

Die Hertzmaschine läuft an, die Herren Coppelius bereisen wieder den Kontinent.

Mit Kraft und Musizierfreude, gänzlich verzichtend auf hinter der Bühne versteckte Grammophone, -ja wirklich, komplett live, ohne Playbacks, ohne Einspieler- dafür mit dem unbändigen Willen, dem hochgeschätzten Auditorium den Vorteil akustischen Instrumentariums vorzuexerzieren. Jedes Konzert von Coppelius ist anders, jedes ist einzigartig, nie weiß man vorher, was geschehen wird. Doch sehen Sie sich vor: Wenn Gehrock und Zylinder fallen, kommt 200 Jahre aufgestaute Hysterie zutage!

Samstag, 25. August 2018

Sie sind wieder da - Coppelius auf dem Schlosshof Festival 2018

Lange, lange, viel zu lange hat die Pause gedauert, aber umso schöner die Rückkehr - Coppelius spielt wieder, zumindest auf Festivals, so also auch auf dem Schlosshof Festival 2018, vorher bereits auf Festung Königstein, dem Castlefest und im Februar bereits bei Wacken Winter Nights.

Und, wie ein Auftritt auch nach so langer Zeit sein muss - es war genial! Das Wetter passte, die Stimmung im Publikum war sehr gut, zur Freude der Blubber-Brigadisten gab es zahlreiche Seifenblasenschützen und viel Gejohle während des gesamten Auftritts. Die Setlist auch sich war auch einfach ein Fest, muss man ehrlich sagen. Wirklich schön, den guten Bastille wieder zu sehen, Graf Lindorf, löwengrinsend wie eh und je, Herrn Coppella elegant wie immer, Monsieur Le Comte finster wie immer, Herr Nobusama fröhlich wie immer, Herr Voss verrückt wie immer - wie hat man sie vermisst!

Die Aufführung bot für jeden etwas, wie z. B. die sanfte Butterblume sowie ich auch das hämmernd vorgetragene Habgier waren zu hören, sehr zur Freunde aller auch Escapade I. Anlässlich des Stückes Murders in the Rue Morgue wurden alle langhaarigen Gäste gebeten, zum Haareschütteln die Bühne zu betreten (Hier auch Dank an die Leute, die einen über die Brüstung geschubst und auch auf die Bühne gehoben haben, super war's!) Auch ein Stück aus der demnächst wieder am MiR Gelsenkirchen zu sehenden Oper Klein Zaches, genannt Zinnober wurde zum Besten gegeben (Hinweis: Wer diese noch nicht gesehen hat, hat jetzt wieder Gelegenheit dazu, es lohnt sich!). Auch ein lange nicht gehörtes Rightful King ließ die Zuschauer hüpfen und aus voller Kehle singen, zum ersten Mal auf diesem Festival war die Stimmung im Auditorium wirklich gut. Außerdem zu hören waren einmal Contenance und Killers, sehr schöner Kontrast in der Abfolge. Auch der Luftschiffharpunist verführte zum Tanz, man hatte im Publikum auch ausreichend Platz, sehr angenehm, der ganze Auftritt war grandios, sowohl Ambiente als auch Stückauswahl betreffend, leider auch trotz Zugabe auch nach einer Stunde bereits vorbei.

Fazit: Ein Knaller nach dem nächsten, zugegebenermaßen auch durchaus anstrengend, denn wie man die nächsten drei Tage lang spürte: Die Pause war zu lange, man ist ja nichts mehr gewohnt! Aber so muss das einfach auch sein. Insgesamt ein sehr großes Vergnügen an diesem Tag, das auch noch lange nachleuchtete. Knorkator hatte es danach auch wirklich nicht einfach.

Zum Schlosshof Festival in diesem Jahr allgemein: Es spielten neben Coppelius ebenso Knorkator (auch m. E. ein sehr gelungener Auftritt), Subway to Sally, Feuerschwanz und Cellar Darling sowie Trollfaust auf dem Gelände-Mittelaltermarkt. Insgesamt ein schönes Festival mit altbekannten Bands (eigentlich war man ja nur für eine der Kapellen angereist, aber hey ;)) - Die räumliche Größe hat zwar nicht zugenommen, wohl aber merklich die Preise für Getränke und Speisen. Leider kostete der Campingplatz ab Donnerstag Abend 8 Euronen, Duschen waren erst nicht vorgesehen, aber im Nachhinein angebaut worden (Nutzung für 2 € extra); die Toiletten-/Duschwagen schienen noch vor dem Krieg gebaut worden zu sein und waren teils auch defekt, eigentlich eine Frechheit, dafür auch noch Geld zu verlangen (wir besuchten lieber das Freibad nebenan und hatten ordentliche Duschen für 3 Euro), aber immerhin gab es Kuchen am Sonntag morgen. Urteil für das Festival also: passabel, wäre aber schöner ohne Geldschneiderei.

Das Campen an sich war allerdings top - viele Freunde, viel Gelage, viel Grill, viel Lachen, viel Musik. Vielen herzlichen Dank an alle Beteiligten. Hier noch ein paar Impressionen zum Schluss.

Es grüßt freundlichst Sheris v.d.K.























Dienstag, 8. Mai 2018

Coppelius hilft (wieder)!



Coppelius und die GCSG haben aufgrund der wahnsinnig tollen Resonanz auf die Frauenhaus-Hilfsaktion letztes Jahr beschlossen, dass diese weitergehen muss!
Wenn Ihr also ein kleines Stück zum Glück beitragen wollt, freuen wir uns über eure Spenden - online unter folgendem Link oder dann persönlich, wenn (endlich!) die Festivalsaison wieder losgeht. Über die Aktion halten wir und Coppelius euch natürlich auf dem Laufenden!

https://www.paypal.com/pools/c/84cpRDRFMD

Teilen nicht vergessen! ;)

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Coppelius helps (again)!

Due to the terrific response to last year's fund-raising campaign for a women's shelter in Berlin Coppelius and the GCSG decided that this has to continue!
If you want to contribute a little bit of your life's luck, we appreciate your donation - online at the URL above or in person when (finally!) the festival season starts again.
Of course we'll keep you informed about this campaign!

Don't forget to share! ;)

Montag, 1. Mai 2017

Coppelikalypse - Weltuntergang

Ein Augenzeuge berichtet:


Ich bin hier im "Excalibur" in Witten, soweit ich das sehen kann. Ich bin mir nicht sicher was geschehen ist, aber hier ist alles völlig verstrahlt! Ich meine, sehen Sie sich das an:


Das hier muss eine Art skurrile Feier sein. Im Programm wurde eine Lesung aus einem Buch engekündigt. Klingt erstmal harmlos. Doch es war nicht etwa der Autor, der da auf der Bühne stand.
Hier liest der Protagonist selbst!


Dann gibt es hier mutierte Pflanzen, die nicht nur gehen können, sie machen sogar Musik!
Sie haben uns erklärt, dass der Mensch nicht mehr die dominante Spezies auf diesem Planten sei. Was meinen Sie damit?! 


Gut, wenn ich mir die Menschen hier so ansehe, die sehen alle ziemlich verstrahlt aus, soviel ist mal sicher. Aber das scheint sie nicht im Geringsten zu stören. Im Gegenteil!



So etwas verstehen diese Leute scheinbar unter "Dekoration":



Mir ist es sogar gelungen ein offenbar mutiertes Wesen zu dokumentieren. Schwer zu sagen ob es männlich oder weiblich ist. 


Am späten Abend hatte die Endzeit - Band Kyoll noch einen Auftritt. Ja, Sie lesen richtig, es gibt auch in der Endzeit noch Bands. Die singen über Bunkerpartys und Uran. Die Zuschauer feierten deren Auftritt mit wildem Herumgehopse und ausschweifenden Tänzen und wollten die Musiker am liebsten gar nicht mehr von der Bühne lassen. Auch die Bunkerratten waren völlig aus dem Häuschen. 


Wer hätte vermutet, dass die Welt ohne Coppelius völlig im Chaos versinkt? Leider sind die Herren auf unabsehbare Zeit verschwunden. Halten Sie durch, genießen Sie die Endzeit und wer weiß, vielleicht feiern wir ja irgendwann eine Wiederauferstehung. 
Bis dahin sei Ihnen nur versichert: Mumpitz never dies!





Sonntag, 30. April 2017

Ein letztes Mal Coppelius. Ein Fanatiker erzählt:

Post-Coppelikalypse. Ich wache auf und bemerke die Kriegsbemalungen auf meinen Armen. Ah ja, die Endzeit-Party! Was für ein toller Abend war das! So viele neue Leute kennengelernt, so kurz vor dem Weltuntergang. Was, Weltuntergang? Wieso habe ich diese Gedanken denn noch? Ist die Welt nicht untergegangen? Ist sie immer noch da? Ich schaue aus dem Fenster und die Sonne scheint mir entgegen. Die Uhr zeigt 16.00. Hmmm, so spät wache ich eigentlich nie auf. Und die Waden schmerzen. Was hat dazu geführt? Meine Gedanken schweifen ab zum vergangenen Wochenende…


Es fing alles an mit der Derniere von Coppelius.Waits.For.You. im MiR. Oder nein, eigentlich mit dem Kennenlernen von Coppelius in der Agra-Halle in Leipzig im Jahre 2011 und die Begeisterung die damals entstand für deren Musik, aber das ist eine andere Geschichte. Zurück zur Derniere. Eine große Gruppe Fanatiker hat ihre Anwesenheit kundgetan und war nicht zu übersehen: ein großer Teil des Publikums hatte sich auf coppelianischer Weise mit Zylinder und Steampunkklamotten geschmückt. Der jetzt wirklich letzte Bühnenauftritt der Herren vor der Pause darf nicht unbemerkt vorbeigehen, und die GCSG wäre nicht die GCSG, wenn da nicht einige Aktionen geplant waren, wie z. B. die Knicklichter für ‘Selten Genug’ (Schnulzenkönig!) die im Publikum verteilt wurden. Diese Zusammenarbeit von Coppelius mit Rüdiger Frank und Heribert Feckler ist wirklich etwas Einzigartiges! Waltzing Mathilda = Gänsehaut! Das Publikum, die ‘normale’ Leute nicht ausgeschlossen, war begeistert und der Applaus war laut. Als die Zugabe begann wurden von Tanzpärchen in der ersten Reihe Wiener Walzer getanzt und wurde vom Rang ein ‘We Will Wait 4 You’-Banner runtergelassen. Auch nach der Zugabe, obwohl die meisten Besucher sich auf den Weg nach draußen begaben, wollten die Fanatiker und andere begeisterte Zuschauer noch keinen Abschied nehmen und nach wiederholten Da Capo-Rufen kamen die Herren und Rüdiger Frank nochmals auf die Bühne. Eine Hochstimmung bis zum letzten Ton!



Anschließend ging’s auf zur Dernierenparty in der Pizzeria Venezia. Die Bude war voll, sogar die Gartentische/Stühle wurden rein getragen um allen Gästen einen Platz zu geben. Die Pizzen waren lecker und das Personal sehr nett. Man konnte jetzt den Pausenschmerz mit den Leidensgenossen teilen und sich mit einem Waiting-For-You-Schild (oder selbst bemalten) verewigen lassen. Es war schön an diesem vorletzten Abend (weil Coppelikalypse!) noch neue Leute kennen zu lernen! Es ist nie zu spät für coppelianische Freundschaften!

Viel zu spät schlafen gegangen, viel zu früh wieder aufgewacht: so geht es einem auf Konzertreise.


Die nächste Veranstaltung, die Coppelikalypse-Party, fand statt in Witten. Viele sind aus Gelsenkirchen nach Witten weitergereist um diesen letzten Abend vor dem Weltuntergang zusammen zu feiern. Für alle die noch keine Endzeitklamotten hatten, begann der Abend mit einem ‘Wreck-My-Dress’-Workshop. Dazu gab es eine Kleidertausch-Ecke, Chlor, Acrylfarbe, Schere und mehr und man sah die Outfits mit jeder Stunde wachsen! Die Bastelecke wurde noch den ganzen Abend benutzt. Auch jetzt, am letzten vor-coppelikalyptischen Tag, konnte man sich abbilden lassen auf Polaroid mit Krakententakel oder einer abgerissenen Hand. Pass auf, die können gefährlich sein!


Dann begann das Programm: zuerst erzählte der Weltenwanderer Wolkenberg musikalisch von seinen Weltenwanderungen, dann folgte eine Vorlesung von Colophonius Regenschein, unterstützt von Sheris von der Kauernburg, über die Wolkenstadt. Weiter ging es mit Musik von Feline & Strange, die für diesen Abend aus Berlin angereist waren. Ja, wenn die Welt eh vergeht, brauch mann sich auch nicht um eine Rückfahrt in die ferne Heimatstadt zu kümmern. 


Dann kamen Kyoll auf die Bühne. Ab den ersten bis zum letzten Song hüpfte das Publikum begeistert herum. Das wird wohl die Wadenschmerzen erklären. Als der letzte Ton verklungen war und die Leute sich ein bisschen Luft holten, wurden Musikinstrumente auf der Bühne bereitgestellt, denn es war noch nicht vorbei: es würde noch eine ‘Open Stage’ geben! Einige anwesende coppelianische Herren betraten die Bühne für eine interaktive Jam Session mit dem Publikum, wobei auch das Seidenhöslein gesungen wurde, eine GCSG-Version vom Heidenröslein. Nachdem auch Leute aus dem Publikum und Feline & Strange noch einen Beitrag geleistet hatten, war es dann Schluss mit Musik auf der Bühne und wurden Platten aufgelegt und getanzt! 


Auf dem Heimweg kam es dann zu philosophischen Gedanken: wollten einige Leute nicht dass der Tag endet und haben sie deswegen das Auto außer Funktion gesetzt, damit wir lange gemeinsam auf der ADAC warten mussten, oder war das schon der Anfang vom Ende? Wer weiß? Es erklärt aber warum ich so spät aufgewacht bin. Jetzt, da die Kriegsbemalungen verschwunden sind, kommen die Fragen. Wer sagt mir jetzt in welcher Welt wir jetzt leben? Ist das nun die post-coppalikalyptische Zeit? Hmmm, ein Test weist aus, dass die CDs mit Coppelius-Musik noch funktionieren: einige Überreste aus der vor-coppelikalyptischen Zeit. Die Fanatiker müssen einfach zusammenhalten, weiter Mumpitz treiben, damit das Warten sich erträglicher anfühlt. Irgendwann wird es bestimmt wieder etwas Coppelianisches geben. Oder?



Ein großes Dankeschön an die Orga-Leute, die das Wochenende (Dernierenparty und Coppelikalypse) ermöglicht haben: Sonja/Larissa/K von Koriolis/Clara/Tobias/Marion/die Bands/die Locations/und allen die ich vergessen habe. 

Miri von Freiberg

Sonntag, 15. Januar 2017

Coppelius rockt ohne Ende - Bericht Annaberg & Berlin 2016

Die Maschine läuft weiter! Das kann man schon einmal allen Fanatikern sagen, die mit einem beklommenen Gefühl am 29.12.2016 die große Konzerthalle des Columbia Theaters in Berlin verließen. Die Kapelle Coppelius hatte an diesem Abend dort ihr letztes Konzert vor der angekündigten Bühnenabstinenz gegeben - und sie ging mit einem wahren Pardauz an Klang und Show. Drei Stunden lang gaben sich die Herrschaften auf der Bühne die Ehre - fast hätte man den Eindruck gehabt, die Kapelle meine das mit der Bühnenabstinenz nicht ganz ernst, hatte man doch erst tags zuvor in Annaberg-Buchholz ordentlichst den Saal gerockt!

Hervorragend ergänzt von der Gruppierung Carpe Noctem hatten die Herrschaften in der Alten Brauerei bereits am 28.12. schon einen Auftritt geboten, der vermuten ließ, man wolle die Bühnenbretter doch nicht mehr verlassen. In teilweise extremster Hitze und Enge drängten sich die Konzertbesucher in dem kleinen Saal, kurz gesagt: Man hätte an mancher Stelle die Füße heben können und wäre dennoch stehen geblieben. Volles Haus, und die Stimmung bei der Kapelle und im Publikum also entsprechend gut. Auch aus Amerika waren Gäste angereist, für die das Konzert ein ganz besonderes Erlebnis war.

Graf Lindorf und Carpe Noctem

Eine gut ausgewählte Setlist beinhaltete sowohl alte Klassiker wie "Murders in the Rue Morgue" oder die "Glocke", aber auch Neues und vor allem Gefühlsbetontes wie "Sternenstaub", bei dem vollkommene Stille in der Zuschauerschaft erreicht wurde. "Habgier" und "Killers" brachten die Menge zur Raserei, hier kamen auch die Hartgesottenen auf ihre Kosten, zudem bei voller Lautstärke, die einen den Bass am ganzen Körper spüren ließ. Besonders hervorzuheben ist hier das Schlagwerksolo von Herrn Nobusama, das einem noch eine ganze Weile im Kopf dröhnte. Sämtliche Stücke wurden von lautem Singen und Johlen begleitet - beendet war das Konzert für alle Beteiligten erst am Rande der Erschöpfung.


Entsprechend lange dauerte auch die Verabschiedung nach dem Auftritt; die Herrschaften nahmen sich gerne Zeit für jedes Anliegen. Auch ein "Weißwurstspätschoppen" kam den ausgehungerten Kapellenmitgliedern gerade recht: Bei eisigen Temperaturen und heißem Glühwein klang der Abend sehr gemütlich aus, wobei ein physikalischer Versuch zum "Vossschen Verschwindibusseffekt" erfolgreich durchgeführt werden konnte - kein Würstchen blieb ungegessen.

Für manche Fanatiker war dieses schon das letzte Mal gewesen, aber einige ließen bereits nach sehr wenig Schlaf in den frühen Morgenstunden die Kutsche nach Berlin wieder anspannen. Wie bereits im Vorfeld bekannt, war aufgrund der großen Nachfrage der Auftritt der Kapelle in das Columbia Theater verlegt worden - ein großer Raum für eine große Darbietung und ein wirklich mitreißendes und emotionsgeladenes Abschlusskonzert, bei dem dieses Mal sogar eigens beschriftete Unterwäsche ihren Weg auf die Bühne fand.

Auf die Bühne damit!

Ein dreireihiger "Gumbagubanga"-Strudel mischte das Publikum gut durch.

Fanatiker auf der Bühne

Über Stunden begeisterte die Kapelle mit einem klanglich absolut einwandfreien Konzert und Spaß am Spiel - Zuschauer und Musiker waren gleichermaßen in Hochstimmung. Nach diesem Auftritt hat es die Kapelle wahrlich verdient, eine Pause einzulegen. Manches an diesem Abend wird unvergessen bleiben, so auch eine Aktion der "Coppelianischen Gesellschaft", bei der jeder Fanatiker seine Wünsche und Grüße für die Kapelle auf einen Zettel schreiben und dieses in ein Sammelglas werfen konnte, das schließlich jeweils an die Herren persönlich ging. Viele nutzten diese Gelegenheit, um vielleicht nie Gesagtes wenigstens schreiben zu können. Wer hier nicht dabei hatte sein können, hat wirklich ein Konzert der Extraklasse verpasst.



Diener Bastille bedankte sich noch einmal eingehend bei allen Beteiligten, und entließ die Zuhörerschaft schließlich schweren Herzens mit einem letzten "Coppelius hilft". Zahlreiche Tränen wurden vergossen, und nicht wenige Blicke waren getrübt. Überaus schade war es, dass die noch durchaus feierwilligen Zuschauer vom Sicherheitspersonal des Hauses nach Konzertende eilends hinausgekehrt wurden, ohne sich wenigstens anständig verabschieden zu können - aber für alle, die dieses noch nachholen wollen, gibt es noch einen kleinen Lichtblick.

Coppelius wird zusammen mit Rüdiger Frank im April diesen Jahres am MiR Gelsenkirchen zugange sein. "COPPELIUS.WAITS.FOR.YOU" - wir sind gespannt auf diese Geschichte. Unter anderem soll es hier auch eine kleine Ausstellung der neu gebauten Instrumente von Le Comte Caspar, wie z.B. eine "Diamantharfe" zu sehen geben.


Darauf freuen wir uns natürlich und bedanken uns auf das Herzlichste bei der Kapelle für alles, alles und alles - und bei dem Taxifahrer, der uns Licht für diese letzte Aufnahme auf den Treppen des Columbia Theaters gegeben hat.



Sollten Sie noch mehr Lichtbilder der Jahresabschlusskonzerte bewundern wollen, so finden Sie diese bei Dark Pictures. Vielen Dank an Jesko Mägle und auch an Clara Wirz von Rüschen & Dampf für die Fotografien.