1815. Herrensitz Coppelius.

Alchemisten, Akustiker und Astrologen arbeiten im Auftrag der Herren Coppelius an einem Verfahren, um die akustischen Instrumente Cello, Contrabass und Clarinetti auf unerhörte Lautstärke zu verstärken: Die galvanische Amplifikation! Die Rockgeschichte hat begonnen.

2015. Herrensitz Coppelius. Die Hertzmaschine ist fertiggestellt!

Akustisches Instrumentarium entfaltet sich zu dröhnendem Klanggewitter: Das Cello röhrt, der Bass knarzt, die Klarinetten schneiden sich durch Schlagzeug und Gesang. Gitarristen packen beschämt ihre Verstärker ein. Gaslichtromantiker, Steampunker und Liebhaber von handgemachter Musik - Coppelius sind zurück, lauter denn je!

Jubliläumskonzertfeierlichkeiten zu 200 Jahren galvanischer Amplifikation:

Die Hertzmaschine läuft an, die Herren Coppelius bereisen wieder den Kontinent.

Mit Kraft und Musizierfreude, gänzlich verzichtend auf hinter der Bühne versteckte Grammophone, -ja wirklich, komplett live, ohne Playbacks, ohne Einspieler- dafür mit dem unbändigen Willen, dem hochgeschätzten Auditorium den Vorteil akustischen Instrumentariums vorzuexerzieren. Jedes Konzert von Coppelius ist anders, jedes ist einzigartig, nie weiß man vorher, was geschehen wird. Doch sehen Sie sich vor: Wenn Gehrock und Zylinder fallen, kommt 200 Jahre aufgestaute Hysterie zutage!

Freitag, 18. Oktober 2013

Coppelianisches Oktoberwochenende

Im Sommer stand es in den galvanischen Weiten überall,
die Herren Coppelius laden ein zum coppelianischen Ball!
So stand also fest: Wir wollen Berlin besuchen,
im Gepäck schöne Kleider und ganz viel Kuchen.
Mit dem Auto machten wir uns auf die lange Reise,
trotz Regen und Baustellen in bestgelaunter Weise.
Im Hostel haben wir dann die Honeymoon-Suite bezogen,
unsere Ehemänner haben wir trotzdem nicht betrogen.


Wir trafen dann viele nette Leute beim Griechen,
trotz Tzatziki und Ouzo konnten wir uns alle gut riechen.
In fröhlicher Runde gingen wir dann bald zum Thearter los,
dort war's voll und stickig, doch trotzdem famos.
Nach gelungener Lesung ging Coppelius a capella in die Vollen,
es war so großartig, dass wir alle unbedingt mehr davon wollen!
Beim Interview hätte auch ich ein oder zwei Fragen gewusst,
doch hätte ich dann auf des Comtes Schoß gemusst?
Vielleicht hatte der Abend hier und da ein paar Schwächen,
doch mit guter Musik kann man uns alle bestechen.


Am nächsten Tag wurde geschlafen und gefrühstückt bis um vier,
danach betätigten wir uns noch schnell als Bonbon-Kurier.
Schon bald wurde es dann Zeit, sich hübsch zu machen, 
der Schminkkoffer enthielt diesmal merkwürdige Sachen.
Der Abend begann mit großem Hallo und Gestaune,
so viele schöne Menschen machen halt gute Laune.


Bei der Coppeliade wurde dann alles gegeben,
oft sah man gleich zwei Coppelianer am Glöckchen kleben.
Der Höhepunkt war dann das Tee-Duell,
vorbei waren die Spiele viel zu schnell.


Danach wurde geschlemmt, getanzt und gelacht,
bis es um drei Uhr morgens hieß: Gute Nacht!
Der Brunch am Sonntag war ein toller Abschluss,
bevor schließlich jeder wieder nach Hause muss.
Zum Abschluss zu sagen bleibt mir nur noch eines:
Dieses Wochenende war ein ganz, ganz feines!


Danke an Swinford für diesen tollen Beitrag.

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