1815. Herrensitz Coppelius.

Alchemisten, Akustiker und Astrologen arbeiten im Auftrag der Herren Coppelius an einem Verfahren, um die akustischen Instrumente Cello, Contrabass und Clarinetti auf unerhörte Lautstärke zu verstärken: Die galvanische Amplifikation! Die Rockgeschichte hat begonnen.

2015. Herrensitz Coppelius. Die Hertzmaschine ist fertiggestellt!

Akustisches Instrumentarium entfaltet sich zu dröhnendem Klanggewitter: Das Cello röhrt, der Bass knarzt, die Klarinetten schneiden sich durch Schlagzeug und Gesang. Gitarristen packen beschämt ihre Verstärker ein. Gaslichtromantiker, Steampunker und Liebhaber von handgemachter Musik - Coppelius sind zurück, lauter denn je!

Jubliläumskonzertfeierlichkeiten zu 200 Jahren galvanischer Amplifikation:

Die Hertzmaschine läuft an, die Herren Coppelius bereisen wieder den Kontinent.

Mit Kraft und Musizierfreude, gänzlich verzichtend auf hinter der Bühne versteckte Grammophone, -ja wirklich, komplett live, ohne Playbacks, ohne Einspieler- dafür mit dem unbändigen Willen, dem hochgeschätzten Auditorium den Vorteil akustischen Instrumentariums vorzuexerzieren. Jedes Konzert von Coppelius ist anders, jedes ist einzigartig, nie weiß man vorher, was geschehen wird. Doch sehen Sie sich vor: Wenn Gehrock und Zylinder fallen, kommt 200 Jahre aufgestaute Hysterie zutage!

Sonntag, 27. Juli 2014

Coppelius half in Freiberg – Konzertbericht Rock um zu helfen 2014

Wie schon im letzten Jahr fand auch diesmal am 19.7.2014 wieder das „Rock um zu helfen“ -Festival mit mehreren Bands im Innenhof des Schlosses Freudenstein im sächsischen Städtchen Freiberg statt. Das Wetter war im wahrsten Sinne des Wortes blendend – nicht nur die Sonne sorgte für Hitze im Zuschauerraum, sondern auch die verschiedenen Musikgruppen, die sich allesamt dort für einen guten Zweck, nämlich zur Unterstützung der deutschen Krebshilfe, die Ehre gaben.


Bereits um 18 Uhr betraten die sichtlich gut gelaunten Herren von Coppelius, die schon im Voraus bei der Ansage von den Fanatikern mit Begeisterung bejubelt worden waren, die Bühne und boten sofort einen halsbrecherischen Einstieg mit ihrer Originalversion von „Killers“, das bei den anwesenden Metalfans, die bisher wohl nur die Coverversion von Iron Maiden gekannt hatten, auch gleich Anklang fand. Auf den Brettern ging es auch diesmal gleich von Anfang an wieder rund: Diener Bastille schüttelte sich den 200 Jahre alten Staub wie wild aus der Mähne, während Graf Lindorf bei „Bitten, Danken“ wieder einmal alle guten Textgeister verließen und Herr Voss sich beschämt hinter seiner pechschwarzen Sonnenbrille zu verstecken versuchte – zuviel Absinth, wohlgemerkt, der dann von Bastille statt in die Becher der Herren zu „Escapade I“ lieber doch an das Publikum ausgegeben wurde. Das Fanatikerherz schlug höher, als auch einmal alte Stücke wie „Murders in the Rue Morgue“ aufgeführt wurden, das hatte man lange nicht mehr gehört. Ferner kam es während des Konzertes auch einmal wieder zu Ausschreitungen beim weiblichen Publikum: Feine Damen prügelten sich regelrecht bei gewissen Stellen von „Reichtum“ – doch bis auf kleine Blessuren blieben alle Damen unverletzt und fröhlich. Auch die Klavierversion von „Rightful King“ schmeichelte sich dem Auditorium regelrecht einmal wieder in den Gehörgang und alles war wie immer viel zu schnell vorbei und man musste aufhören, als es am schönsten war: Die anderen Gruppierungen drängten schon hinter der Bühne, und wie das bei so einem Festival ist – die anderen wollen auch noch spielen. Zugaben gab es trotzdem, was die Fanatikerschaft natürlich lautstark bejubelte.


Nach dem Konzert der Kapelle gab es diesmal noch ein besonderes Ereignis: Die Veröffentlichung des 4. Olimpianischen Käseblattes! Fanatiker in Zeitungsjungenkleidern übergaben die neue Zeitschrift, die sich mit Neuigkeiten und allen Arten von Mumpitz aus der coppelianischen Fanatiker-Welt befasst, samt selbstgespießten Käsehäppchen an die Kapelle Coppelius. Die Herrschaften zeigten sich sowohl von Käse als auch Blatt sehr begeistert und okkupierten die gesamte Auflage sogleich für den coppelianischen Marketenderstand, wo sie nun für alle Fanatiker ausliegt. Käse und Zeitschriften wurden von den Zeitungsjungen erfolgreich in der hitzegeplagten Menge verteilt – es sollte einen nicht wundern, wenn nach diesem Verteil-Einsatz nicht in Freiberg auch nach Jahren kleine Käse-Fähnchen auftauchten, die teilweise überall umherflogen, auch in diversen Langhaarfrisuren. Gerüchten zufolge sollen sich manche sogar in den Haaren des entsetzten Comte Caspar verfangen haben, der sich nur mit Mühe davon befreien konnte. „Mumpitz“, so sein Kommentar hierzu.


Beim „Rock um zu helfen“ Festival waren neben der Kapelle Coppelius ebenfalls kleine Bands wie Ruhelos mit von der Partie, die als erste Band schon zu Beginn durch soliden Rock überzeugte, aber auch bekanntere Bühnengrößen wie Hämatom, Equilibrium, Eschenbach und Kärbholz. Aufgrund der hohen Temperaturen sah sich die Fanatikerschaft gezwungen, das Areal vor offiziellem Ende der Veranstaltung zu verlassen, aber da die beste Kapelle ohnehin schon gespielt hatte, störte sich niemand groß daran.


Man freut sich schon auf das nächste Jahr, in dem Coppelius auch sicher wieder auf diesem kleinen, aber sehr herzlich organisierten Festival helfen wird.



Wer mehr Eindrücke von diesem wunderbaren Konzert sehen möchte schaut sich am besten das videographische Tourtagebuch von Coppelius an.



Wer mehr zum Thema Käseblatt erfahren möchte schaut am besten hier


...es lohnt sich!



Die vollständige Fotoserie findet ihr hier.

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