1815. Herrensitz Coppelius.

Alchemisten, Akustiker und Astrologen arbeiten im Auftrag der Herren Coppelius an einem Verfahren, um die akustischen Instrumente Cello, Contrabass und Clarinetti auf unerhörte Lautstärke zu verstärken: Die galvanische Amplifikation! Die Rockgeschichte hat begonnen.

2015. Herrensitz Coppelius. Die Hertzmaschine ist fertiggestellt!

Akustisches Instrumentarium entfaltet sich zu dröhnendem Klanggewitter: Das Cello röhrt, der Bass knarzt, die Klarinetten schneiden sich durch Schlagzeug und Gesang. Gitarristen packen beschämt ihre Verstärker ein. Gaslichtromantiker, Steampunker und Liebhaber von handgemachter Musik - Coppelius sind zurück, lauter denn je!

Jubliläumskonzertfeierlichkeiten zu 200 Jahren galvanischer Amplifikation:

Die Hertzmaschine läuft an, die Herren Coppelius bereisen wieder den Kontinent.

Mit Kraft und Musizierfreude, gänzlich verzichtend auf hinter der Bühne versteckte Grammophone, -ja wirklich, komplett live, ohne Playbacks, ohne Einspieler- dafür mit dem unbändigen Willen, dem hochgeschätzten Auditorium den Vorteil akustischen Instrumentariums vorzuexerzieren. Jedes Konzert von Coppelius ist anders, jedes ist einzigartig, nie weiß man vorher, was geschehen wird. Doch sehen Sie sich vor: Wenn Gehrock und Zylinder fallen, kommt 200 Jahre aufgestaute Hysterie zutage!

Freitag, 12. Februar 2016

Coppelius in Aufruhr: DLR plant Nachforschungen zum Absturz von Otto Lilienthal durchzuführen!

Wie der Bericht, der unter folgendem Link zu finden ist, verkündet, plant der DLR Lilienthals sogenannten "Normalsegelapparat" nachzubauen. Mit diesem Fluggerät ist Otto Lilienthal am 9. August 1896 bei Stölln am Gollenberg tödlich verunglückt. Durch den Nachbau der Apparatur erhofft man sich unter anderem Erkenntnisse über die Unglücksursache.

Quelle: http://www.dlr.de

Wir fragen uns: Ist das der Grund, warum Coppelius selbst zur Zeit keine Werbung für die eigenen Auftritte macht?

Aufgrund des bekannten Liedes "Lilienthal" auf dem Album "Tumult" vermuten wir, dass die aktuelle Abwesenheit der Herren darauf zurück zu führen ist, dass man angstvoll abwartet, ob der DLR sie bereits heute verdächtigt. Ein richtiges Geständnis lässt sich dem Text nicht entnehmen, aber er wird mit Sicherheit Nachforschungen auf sich ziehen.

Subtile Hinweise finden sich überall!

Um keinen unnötigen Verdacht zu erregen, ließ man dennoch Konzerttermine veröffentlichen. Man möchte damit vorgeben völlig unschuldig und entsprechend sorglos zu sein. In Wirklichkeit aber rechnen die Herren damit spätestens im Jahr 2017 überführt zu werden. Mit schwerem Herzen ließ man verlautbaren, dass 2016 wohl die vorerst letzten Konzerte stattfinden werden. Der Grund hierfür, so vermuten wir, ist die abzusehende wilde Flucht der Herren vor den Behörden.

Wir wünschen den Herrschaften viel Erfolg und seien Sie gewiss: Bei Ihren Fans werden Sie unterwegs jederzeit Unterschlupf finden!

Ob das nächste Album-Cover dann so aussieht? 

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