1815. Herrensitz Coppelius.

Alchemisten, Akustiker und Astrologen arbeiten im Auftrag der Herren Coppelius an einem Verfahren, um die akustischen Instrumente Cello, Contrabass und Clarinetti auf unerhörte Lautstärke zu verstärken: Die galvanische Amplifikation! Die Rockgeschichte hat begonnen.

2015. Herrensitz Coppelius. Die Hertzmaschine ist fertiggestellt!

Akustisches Instrumentarium entfaltet sich zu dröhnendem Klanggewitter: Das Cello röhrt, der Bass knarzt, die Klarinetten schneiden sich durch Schlagzeug und Gesang. Gitarristen packen beschämt ihre Verstärker ein. Gaslichtromantiker, Steampunker und Liebhaber von handgemachter Musik - Coppelius sind zurück, lauter denn je!

Jubliläumskonzertfeierlichkeiten zu 200 Jahren galvanischer Amplifikation:

Die Hertzmaschine läuft an, die Herren Coppelius bereisen wieder den Kontinent.

Mit Kraft und Musizierfreude, gänzlich verzichtend auf hinter der Bühne versteckte Grammophone, -ja wirklich, komplett live, ohne Playbacks, ohne Einspieler- dafür mit dem unbändigen Willen, dem hochgeschätzten Auditorium den Vorteil akustischen Instrumentariums vorzuexerzieren. Jedes Konzert von Coppelius ist anders, jedes ist einzigartig, nie weiß man vorher, was geschehen wird. Doch sehen Sie sich vor: Wenn Gehrock und Zylinder fallen, kommt 200 Jahre aufgestaute Hysterie zutage!

Sonntag, 6. Dezember 2015

Coppeliania Adventskalender - Türchen Nr. 6


Weihnachten im Herrenhaus

Der Butler mit dem Rauschebart
kommt Weihnachten immer schwer in Fahrt.
Kekse backen, Bäume schmücken
Klettern, laufen und sich bücken -
mit viel buntem Firlefanz
schmückt er alles, großer Glanz
herrscht jetzt im Herrenhaus,
richtig weihnachtlich sieht es aus.

Dieses freut Herrn Voss gar sehr
und er möchte immer mehr.
Selbst den Zylinder trägt er rot,
denn das Schwarz ist ihm zu tot.

Festlich soll nun alles sein,
gutes Essen, guter Wein -
alles freut sich, strahlt und lacht,
Geschenke werden mitgebracht.

Frohsinn herrscht nun überall.
Auch Herr Coppella ist am Ball
für die nächste Schneeballschlacht
hat er schon Munition gemacht.

Le Comte zieht die Schuhe aus 
und stellt sie schnell zur Tür hinaus.
Er hofft St. Niklas in der Nacht
geschwind ihm etwas mitgebracht.

Des Nächtens hört man schwere Schritte,
denn es kommt nach alter Sitte
gestiefelt und mit viel Gepäck
der Nikolaus, er nascht Gebäck,
tut Süßes in die leeren Schuh,
nur den Comte lässt er in Ruh.
Ihm packt er denn die Rute aus
und eilt dann schnell zur Tür hinaus.

Am nächsten Morgen in der Fruh,
der Butler geht zu jenem Schuh,
tauscht Rute gegen Apfelkern,
denn Äpfel hat Le Comte gern.

Herr Nobusama und der Graf,
die haben einen guten Schlaf.
Den Schlitten hatten sie genommen
und den Wettbewerb gewonnen.
Erschöpft von Siegesfeierei
ist ihnen Weihnachten nun einerlei.

So geschieht es schon seit alter Zeit
Jedes Jahr, zur Weihnachtszeit.

Wir wünschen alles Gute zu Nikolaus!

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