1815. Herrensitz Coppelius.

Alchemisten, Akustiker und Astrologen arbeiten im Auftrag der Herren Coppelius an einem Verfahren, um die akustischen Instrumente Cello, Contrabass und Clarinetti auf unerhörte Lautstärke zu verstärken: Die galvanische Amplifikation! Die Rockgeschichte hat begonnen.

2015. Herrensitz Coppelius. Die Hertzmaschine ist fertiggestellt!

Akustisches Instrumentarium entfaltet sich zu dröhnendem Klanggewitter: Das Cello röhrt, der Bass knarzt, die Klarinetten schneiden sich durch Schlagzeug und Gesang. Gitarristen packen beschämt ihre Verstärker ein. Gaslichtromantiker, Steampunker und Liebhaber von handgemachter Musik - Coppelius sind zurück, lauter denn je!

Jubliläumskonzertfeierlichkeiten zu 200 Jahren galvanischer Amplifikation:

Die Hertzmaschine läuft an, die Herren Coppelius bereisen wieder den Kontinent.

Mit Kraft und Musizierfreude, gänzlich verzichtend auf hinter der Bühne versteckte Grammophone, -ja wirklich, komplett live, ohne Playbacks, ohne Einspieler- dafür mit dem unbändigen Willen, dem hochgeschätzten Auditorium den Vorteil akustischen Instrumentariums vorzuexerzieren. Jedes Konzert von Coppelius ist anders, jedes ist einzigartig, nie weiß man vorher, was geschehen wird. Doch sehen Sie sich vor: Wenn Gehrock und Zylinder fallen, kommt 200 Jahre aufgestaute Hysterie zutage!

Mittwoch, 30. Dezember 2015

Coppelius im Kammgarn Kaiserslautern 2015

Das erste Clubkonzert nach der Premiere der Steampunk Oper "Klein Zaches, genannt Zinnober" wurde klangvoll eingeleitet von der Vorband "Tales of Nebelheym".



Sehr melodisch mit teils ruhigeren, teils mitreißenden Liedern sorgten sie für gute Stimmung im Saal.
Sehr zu empfehlen!


Danach wurde feierlich die neue Musikvideographie von "Black is the Color" vorgestellt, die im neuen Jahr veröffentlicht werden soll.



Der nun folgende Auftritt der Herren war mitreißend wie immer. Es wurden Haare geschüttelt, Hysterie brach aus, feine Damen prügelten sich... die Setlist hatte es in sich. Stücke, die seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr aufgeführt worden waren, erwachten zu neuem Leben.

Urinstinkt

Auch die Wünsche der Fans wurden endlich erhört: "Ein Experiment" hat es, sehr zur Freude der Fanatiker, auf die Setlist geschafft! Graf Lindorf gab während des Konzertes ein wahres Feuerwerk der Mimik zum Besten und auch Herr Max Coppella schien gut gelaunt die Rückkehr auf die Clubbühne zu genießen, was natürlich mit gebührendem Konfettibeschuss gefeiert wurde. 


Als Ehrengast war Rüdiger Frank dabei. Er gab ein Stück aus der Oper zum Besten und auch einige Lieder der Herren wurden von Ihm intoniert.


Zur Zugabe sollte er noch "Komposition" singen. Den Text ablesend, nahm er die Herausforderung an. Hinter ihm lauerten  Herr Max Coppella und Le Comte Caspar auf Texthänger, allzeit bereit einzuspringen. Es sah aus als wollten sie sich jeden Moment auf Ihn stürzen. 
Herr Frank ließ sich nicht beirren. Nur die letzte Strophe beendete er mit Le Comte Caspar gemeinsam.


Auch die Konfetti Kompanie war an diesem Abend nicht untätig. Dank der guten Belüftung im Kammgarn, stiegen die weißen Schnipsel in ungeahnte Höhen, sehr zur Freude der Mitglieder.


Insgesamt muss ich sagen, schienen die Herren doch etwas eingerostet und nach den Weihnachtsfeiertagen gedanklich noch nicht ganz zurück auf der Bühne. Nichtsdestotrotz war es eine große Freude, sie einmal wieder auf der Clubbühne zu sehen und gemeinsam zu rocken. Die Setlist war großartig, die Stimmung ausgelassen und Herr Frank ist ein gern gesehener Gast.
Im April geht es dann wieder weiter mit dem Dark Storm Festival und weiteren Opernterminen.








Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen