1815. Herrensitz Coppelius.

Alchemisten, Akustiker und Astrologen arbeiten im Auftrag der Herren Coppelius an einem Verfahren, um die akustischen Instrumente Cello, Contrabass und Clarinetti auf unerhörte Lautstärke zu verstärken: Die galvanische Amplifikation! Die Rockgeschichte hat begonnen.

2015. Herrensitz Coppelius. Die Hertzmaschine ist fertiggestellt!

Akustisches Instrumentarium entfaltet sich zu dröhnendem Klanggewitter: Das Cello röhrt, der Bass knarzt, die Klarinetten schneiden sich durch Schlagzeug und Gesang. Gitarristen packen beschämt ihre Verstärker ein. Gaslichtromantiker, Steampunker und Liebhaber von handgemachter Musik - Coppelius sind zurück, lauter denn je!

Jubliläumskonzertfeierlichkeiten zu 200 Jahren galvanischer Amplifikation:

Die Hertzmaschine läuft an, die Herren Coppelius bereisen wieder den Kontinent.

Mit Kraft und Musizierfreude, gänzlich verzichtend auf hinter der Bühne versteckte Grammophone, -ja wirklich, komplett live, ohne Playbacks, ohne Einspieler- dafür mit dem unbändigen Willen, dem hochgeschätzten Auditorium den Vorteil akustischen Instrumentariums vorzuexerzieren. Jedes Konzert von Coppelius ist anders, jedes ist einzigartig, nie weiß man vorher, was geschehen wird. Doch sehen Sie sich vor: Wenn Gehrock und Zylinder fallen, kommt 200 Jahre aufgestaute Hysterie zutage!

Dienstag, 1. April 2014

Auf der Jagd nach dem Oktopelius Piratopus

Ein Bericht von C. Regenschein:
Es trug sich zu, dass mich le Comte Caspar auf einer meiner Forschungsreisen nach dem Oktopelius Piratopus begleitete. Nachdem das Meeresungeheuer bereits früher in der Ostsee gesichtet wurde, stand unser Reiseziel schnell fest. Von der Aussicht auf eine lange Kutschfahrt wenig begeistert, bestimmte le Comte kurzerhand, dass wir ein alternatives und sehr seltenes Fortbewegungsmittel nutzen würden, was mir die einmalige Gelegenheit verschaffte per Litfaßsäule zu reisen. Leider darf ich über dieses Erlebnis nicht berichten, wir kommen also gleich zu den Erlebnissen an der Ostsee.
Wir gingen also am Strand entlang, die Umgebung aufmerksam nach Spuren im Sand absuchend und auf ungewöhnliche Wellenbewegungen achtend, als wir ganz unvermittelt auf dieses kleine Exemplar der Spezies stießen:


Wir konnten unser Glück, ein solches Exemplar in einer ungefährlichen Größe studieren zu können, kaum fassen und Monsieur le Comte startete auch gleich mit dem ersten Versuch, er wollte wissen wie die Tiere auf Klarinettentöne reagieren. Kaum erklingen die ersten Töne, da beginnt der kleine auch schon wild mit den Armen zu rudern und auf seinem Podest hin und her zu wandern. Fasziniert von der Reaktion des Oktopelius Piratopus bemerkten wir erst im letzten Moment, dass das Spiel des Comte anscheinend "Big Daddy" auf uns Aufmerksam gemacht hat.


Wir waren uns einig dass ein taktischer Rückzug hier überaus angebracht ist und suchten gemeinsam das Weite. Als ein Tentakel von hinten direkt auf mich zugeschossen kam, stieß mich le Comte mutig zur Seite. Dabei stolperte er über einen Stein und landete neben mir im Sand. Der Sturz bewahrte Ihn davor, vom Tentakel erwischt zu werden, der nur cm über unseren Köpfen vorbei rauschte. Wir rappelten uns auf und nahmen die Beine in die Hand. Der Oktopelius scheint sich nicht gern an Land zu bewegen, denn er gab die Verfolgung bald auf. Le Comte Caspar kam nach seinem mutigen Hechtsprung mit einem gebrochenen Zeh und einem verbeulten Blubberbrigadenkapitänshut davon. 

Wir sind dabei die gesammelten Erfahrungen zu analysieren und auf Verwertbarkeit für weitere Missionen zu prüfen. 
Die nächste Übung der Blubber Brigade findet übrigens demnächst in Stuttgart statt: 


05.04.2014 (Sa) Club Zentral Stuttgart

https://www.facebook.com/events/554851311297897/



Mit coppelianischen Grüßen,

C. Regenschein


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen