1815. Herrensitz Coppelius.

Alchemisten, Akustiker und Astrologen arbeiten im Auftrag der Herren Coppelius an einem Verfahren, um die akustischen Instrumente Cello, Contrabass und Clarinetti auf unerhörte Lautstärke zu verstärken: Die galvanische Amplifikation! Die Rockgeschichte hat begonnen.

2015. Herrensitz Coppelius. Die Hertzmaschine ist fertiggestellt!

Akustisches Instrumentarium entfaltet sich zu dröhnendem Klanggewitter: Das Cello röhrt, der Bass knarzt, die Klarinetten schneiden sich durch Schlagzeug und Gesang. Gitarristen packen beschämt ihre Verstärker ein. Gaslichtromantiker, Steampunker und Liebhaber von handgemachter Musik - Coppelius sind zurück, lauter denn je!

Jubliläumskonzertfeierlichkeiten zu 200 Jahren galvanischer Amplifikation:

Die Hertzmaschine läuft an, die Herren Coppelius bereisen wieder den Kontinent.

Mit Kraft und Musizierfreude, gänzlich verzichtend auf hinter der Bühne versteckte Grammophone, -ja wirklich, komplett live, ohne Playbacks, ohne Einspieler- dafür mit dem unbändigen Willen, dem hochgeschätzten Auditorium den Vorteil akustischen Instrumentariums vorzuexerzieren. Jedes Konzert von Coppelius ist anders, jedes ist einzigartig, nie weiß man vorher, was geschehen wird. Doch sehen Sie sich vor: Wenn Gehrock und Zylinder fallen, kommt 200 Jahre aufgestaute Hysterie zutage!

Donnerstag, 12. Juni 2014

Konzertvorfreuden

Es ist wieder einmal soweit, 
es ist wieder Konzertezeit. 
Doch Chaos herrscht im Herrenhaus – 
Was, morgen schon?? Oh, was ein Graus!

Herr Voss rauft sich das Haar gar sehr – 
wo bringt er denn noch Saiten her …? 
Die letzten waren ihm gesprungen, 
als er zu laut im Suff gesungen.

Auch Herr Max Bedenken hat, 
er bräuchte wohl selbst guten Rat, 
er sucht seit seiner letzten Tour 
die Tonhochtiefmaßbestimmschnur.

Nobusama packt der Schreck – 
sein Haarschwammschampoo, es ist weg!
 Er muss es finden, unbedingt, 
bevor die Mähne vom Kopf springt!

Le Come Caspar ist wirrkonfus 
ob Klarinettenblattverdruss – 
welche Stärke soll er spielen? 
Zweieinhalb? Welche der vielen?

Graf Lindorf sucht den Cellobogen, 
den er erst ganz neu aufgezogen, 
er hegt im Stillen den Verdacht - 
hat er zum Fruchtspieß ihn gemacht?

Zum Glück weiß Bastille oft zum Schluss, 
wo er denn alles suchen muss, 
wer was zu spielen hat am Ende, 
die Listen hierzu füllen Bände.

Wird es ihm erneut gelingen, 
die Herren zum Konzert zu bringen, 
mit allem was da ist nicht da? 
Wohlan, Bastille, wir hoffen, ja!

ShvdK


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