1815. Herrensitz Coppelius.

Alchemisten, Akustiker und Astrologen arbeiten im Auftrag der Herren Coppelius an einem Verfahren, um die akustischen Instrumente Cello, Contrabass und Clarinetti auf unerhörte Lautstärke zu verstärken: Die galvanische Amplifikation! Die Rockgeschichte hat begonnen.

2015. Herrensitz Coppelius. Die Hertzmaschine ist fertiggestellt!

Akustisches Instrumentarium entfaltet sich zu dröhnendem Klanggewitter: Das Cello röhrt, der Bass knarzt, die Klarinetten schneiden sich durch Schlagzeug und Gesang. Gitarristen packen beschämt ihre Verstärker ein. Gaslichtromantiker, Steampunker und Liebhaber von handgemachter Musik - Coppelius sind zurück, lauter denn je!

Jubliläumskonzertfeierlichkeiten zu 200 Jahren galvanischer Amplifikation:

Die Hertzmaschine läuft an, die Herren Coppelius bereisen wieder den Kontinent.

Mit Kraft und Musizierfreude, gänzlich verzichtend auf hinter der Bühne versteckte Grammophone, -ja wirklich, komplett live, ohne Playbacks, ohne Einspieler- dafür mit dem unbändigen Willen, dem hochgeschätzten Auditorium den Vorteil akustischen Instrumentariums vorzuexerzieren. Jedes Konzert von Coppelius ist anders, jedes ist einzigartig, nie weiß man vorher, was geschehen wird. Doch sehen Sie sich vor: Wenn Gehrock und Zylinder fallen, kommt 200 Jahre aufgestaute Hysterie zutage!

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Dark Current Festival 2014 in Speyer

Speyer, 29.11.2014

Es ist Kalt!
Nachdem die Konfetti Kompanie sich durch Straßensperren und Baustellen gekämpft hat und unmöglichen Umleitungen, die im Kreis herum führen entkommen ist, kommt man wohlbehalten bei der Halle 101 in Speyer an. Parkmöglichkeiten direkt vor der Tür, Autobahnauffahrt gleich um die Ecke - was will man mehr?
Rein möchte man!

In der Halle angekommen muss man sagen, die Lokation gefällt gut. Eine Halle mit hohen Decken, die Merch Stände werden von Säulen flankiert, es gibt eine Garderobe und auch für das leibliche Wohl wird gesorgt. Gespielt haben an diesem Abend TerRorschach, Johnny Deathshadow, Nachtgeschrei, Unzucht und Coppelius.

Endlich wieder Coppelius.



Wie gewohnt betrat Bastille zuerst die Bühne. 
Risiko, Schöne Augen, To My Creator und auch Diener 5er Herren wurden gespielt, wobei Bastille sogleich die Gelegenheit nutzte dem Grafen seinen Stuhl zu entführen und sehr anschaulich zu demonstrieren, wie das denn aussieht, wenn der Diener frei hat.



Dann die Weltpremiere: "Luftschiffharpunist" vom neuen Album Hertzmaschine wurde zum ersten mal aufgeführt.
Erinnert an ihre "LS Belleblas" nahm dies die Blubber Brigade sogleich zum Anlass die Halle mit Seifenblasen zu füllen. Doch auch die Konfetti Kompanie war vor Ort...


Nachdem man beim Schlosshof Festival schnell einsehen musste, dass mit herkömmlichem Konfetti nur unzureichende Ergebnisse erzielt werden können, zog man sich zurück um mit verschiedenen Papiersorten und Schnittformen zu experimentieren.
Am Ende war klar: Am besten eignet sich sogenanntes „Slow Fall Show Konfetti“ aus Seidenpapier. Es eignet sich hervorragend um während des Konzertes einzelne Lieder mit gezielten Schüssen zu unterstreichen, wie man auf dem Dark Current Festival bereits beobachten konnte.
Anders als die Blubber Brigade, die ihre Geräte einfach auf „volle Kraft voraus“ einstellen, benötigt die Konfetti Kompanie ein Gespür für das richtige Timing um den bestmöglichen Effekt zu erzielen. Was genau damit gemeint ist demonstrierte Herr Max Coppella am Samstag höchstpersönlich. Als die Herrschaften der Bitte des Auditoriums nach „Da Capo“ nachkommen wollten, stürmte er mit einer 80 cm langen Konfetti Kanone die Bühne und schoss eine Salve Konfetti über die Köpfe der überraschten Menge.


Damit hält er den bisherigen Kompanie - internen Rekord was abgeschossene Menge an Konfetti in Verbindung mit Reichweite angeht, denn er füllte mit nur einem einzigen Schuss den gesamten Luftraum über dem Auditorium. Die Überraschung war gelungen, das Auditorium begeistert und die Kompanie schwer beeindruckt. Man feierte den Abschluss des Konzertabends mit weiterem Konfetti und nachdem sich die Blubber Brigade von dem Schreck erholt hat, waren auch wieder Seifenblasen zu sehen.




Die Kompanie verlieh Herrn Coppella nach dem Konzert einen kleinen Orden für den meisterlich ausgeführten Kanonenschuss und gelobt fleißig nach seinem Vorbild zu üben und zu kommenden Konzerten wieder einsatzbereit zu sein.

Auch das versprochene Poster der Fanmosaikcollage war dabei und wurde den Herren feierlich überreicht. 




Es war ein wundervoller Abend mit rasender Musik, einem vielversprechenden Vorgeschmack auf das neue Album und einem gut gelaunten Publikum.



Insgesamt feierte das Dark Current Festival an diesem Abend ein gelungenes Debüt. Die coppelianischen Fanatiker kommen gerne wieder nach Speyer, wenn es erneut heißt:

Coppelius Hilft!   

Danke an Dark Pictures für die tollen Fotos! Betrachten Sie die vollständige Bildreihe!


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