1815. Herrensitz Coppelius.

Alchemisten, Akustiker und Astrologen arbeiten im Auftrag der Herren Coppelius an einem Verfahren, um die akustischen Instrumente Cello, Contrabass und Clarinetti auf unerhörte Lautstärke zu verstärken: Die galvanische Amplifikation! Die Rockgeschichte hat begonnen.

2015. Herrensitz Coppelius. Die Hertzmaschine ist fertiggestellt!

Akustisches Instrumentarium entfaltet sich zu dröhnendem Klanggewitter: Das Cello röhrt, der Bass knarzt, die Klarinetten schneiden sich durch Schlagzeug und Gesang. Gitarristen packen beschämt ihre Verstärker ein. Gaslichtromantiker, Steampunker und Liebhaber von handgemachter Musik - Coppelius sind zurück, lauter denn je!

Jubliläumskonzertfeierlichkeiten zu 200 Jahren galvanischer Amplifikation:

Die Hertzmaschine läuft an, die Herren Coppelius bereisen wieder den Kontinent.

Mit Kraft und Musizierfreude, gänzlich verzichtend auf hinter der Bühne versteckte Grammophone, -ja wirklich, komplett live, ohne Playbacks, ohne Einspieler- dafür mit dem unbändigen Willen, dem hochgeschätzten Auditorium den Vorteil akustischen Instrumentariums vorzuexerzieren. Jedes Konzert von Coppelius ist anders, jedes ist einzigartig, nie weiß man vorher, was geschehen wird. Doch sehen Sie sich vor: Wenn Gehrock und Zylinder fallen, kommt 200 Jahre aufgestaute Hysterie zutage!

Samstag, 27. Dezember 2014

Coppelius am Dark Storm Festival Chemnitz

Zauberschönes Weihnachtsabschlusskonzert von Coppelius am Dark Storm Festival Chemnitz

Gelungener Abschluss der Konzertsaison für dieses Jahr: Nicht nur durch einen Blog-Adventskalender war den Fanatikern die bereits die Weihnachtszeit versüßt worden, sie fand auch am 25.12.2014, dem ersten Weihnachtsfeiertag, durch den Auftritt der Kapelle Coppelius auf dem Dark Storm Festival in der Karl-Marx-Stadt Chemnitz ein wahrlich außercoppeliansches Finale.


Coppelius trat als eine der ersten Bands dieses Festivals in der großen Haupthalle der sehr anheimelnd weihnachtlich dekorierten Stadthalle Chemnitz auf. Die Zuschauer waren zahlreich, aber nicht gedrängt; es herrschte eine durchaus angenehme, gespannte Atmosphäre vor der hochliegenden Bühne, als der Auftritt von Diener Bastille eingeleitet wurde. Und was soll man sagen? Ab dem ersten Cello-Ton von Graf Lindorf war in den vorderen Reihen bereits der Weihnachtsanstand gebrochen und die Haare flogen wild – pah, festliche Stimmung, jetzt war Feiern angesagt, nicht zuletzt aufgrund der freudigen Rückkehr von Herrn Voss Kontrabass in seine Erbauerstadt!


Gespielt wurde eine bunte Palette von bereits Bekanntem, was nicht nur Kenner der bereits veröffentlichten Alben begeisterte, sondern auch wahre Seltenheiten wie „Charlotte the Harlot“ und auch der brandneue „Luftschiffharpunist“, der nach dem Dark Current Festival in Speyer zweitmals für Konzertbesucher in voller Länge zu hören war. Songs wie diese lassen das Fanatikerherz höher schlagen! Herr Coppella war offensichtlich bester Laune angesichts der jubelnden Zuschauer – so muss das sein! Spätestens bei „Habgier“ gab es in den vorderen Reihen kein Halten mehr – Nackenverspannungen wurden hier erfolgreich kuriert. Auch Klassiker wie „Schöne Augen“ oder das vielgerühmte „I’d change everything“ waren mit von der Partie, und obendrein eine Zugabe von einem äußerst stimmimpressiven „Reichtum“ - wie angenehm ist es, den Bass im Bauchinneren zu spüren! Vielleicht tontechnisch und akustisch nicht ganz einwandfrei, aber mit viel Herz und Musikgefühl schafften es die Coppelianer, in der Menge während des ganzen Auftritts für Stimmung zu sorgen – ein schöner Jahresabschluss, wahrhaftig!


Nach dem Auftrittsende gaben sich die Herrschaften freundlicherweise trotz baldiger Kutschabfahrt noch die Ehre, dem geneigten Fanatiker für Lichtbilder und kleine Plauschereien zur Verfügung zu stehen. Hier erfolgte auch die Übergabe eines Fanatikergeschenks der Geheimen coppelianischen Straßenbau-Gesellschaft, des großen Fanatiker-Kunstkalenders für das Jahr 2015. Die Mitglieder der Kapelle zeigten sich sehr erfreut über diesen Tageszähler und traten schließlich unter vielen guten Wünschen und Winken die Abfahrt an.


Coppelius boten generell auf dem Dark Storm Festival neben Musikgruppen wie Project Pitchfork, Mono Inc. und Welle Erdball aus dem Elektronikgenre ein ziemliches Kontrastprogramm – die zahlreichen Besucher des Dark Storm ließen sich aber gerne davon überzeugen, dass man auch in der modernen Neuzeit mit altertümlichen Instrumenten noch durchaus einen Saal zum Erbeben bringen kann. Mancher Zuschauer zeigte sich äußerst angetan von der musikalischen Leistung der Herrschaften und war auch gerne bereit, diese einmal wieder bei außerfestivalösen Gelegenheiten zu besuchen – das freut das Coppelianerherz!


Dazu bietet sich auch gleich die Gelegenheit: Das neue Album „Hertzmaschine“ von Coppelius erscheint Anfang nächsten Jahres. Das Erscheinungsdatum ist natürlich auch mit einer gleich anschließenden Tournee gekoppelt. Vielleicht geben sich die Herrschaften in Ihrer Nähe die Ehre, seien Sie bereit! Entsprechende Termine und Informationen finden Sie jederzeit unter http://www.coppelius.eu/konzertreisen_de.html.



Wir jedenfalls wünschen der Kapelle jedenfalls viel Erfolg mit „Hertzmaschine“ und alles Gute für das nächste Jahr – herzlichen Dank für alles, machen Sie weiter, wir gehen mit!




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